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Streiks in Spanien: Das müssen Reisende an Ostern wissen | BR24

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Eine Woche vor Ostern fängt das Bodenpersonal an spanischen Flughäfen an zu streiken - Fluggäste müssen längere Wartezeiten einplanen.

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    Streiks in Spanien: Das müssen Reisende an Ostern wissen

    An den Feiertagen droht in Spanien Verkehrschaos. Denn eine Woche vor Ostern fängt das Bodenpersonal an spanischen Flughäfen an zu streiken. Diese Folgen hat der Streik für Flüge von und nach Spanien und das sind die Rechte der Fluggäste.

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    Ein Streik von Tausenden Mitarbeitern des Bodenpersonals an spanischen Flughäfen könnte über Ostern zum Problem für zahlreiche Urlauber werden. Die Gewerkschaft des Sicherheitspersonals am spanischen Hauptstadtflughafen in Madrid hat jetzt schon zu Streiks aufgerufen. In den Warteschlangen stehen viele Deutsche – auch aus Bayern.

    "Flüge nach Nürnberg können betroffen sein"

    Der Albrecht Dürer Airport Nürnberg rechnet in den beiden Osterferienwochen insgesamt mit über 175.000 Fluggästen. Laut dem Airport Nürnberg sind an Ostern zum Auftakt der Sommersaison vor allem die Sonnenziele rund um das Mittelmeer beliebt. Zu den Favoriten gehören unter anderem Palma de Mallorca und auch Städtetrips wie zum Beispiel nach Madrid sind gefragt. Der Airport hat mittlerweile eine eigene Website für die Flughafen-Streiks in Spanien eingerichtet. Dort heißt es:

    "Auch Flüge nach Nürnberg können betroffen sein. Wir empfehlen allen Passagieren, ihren Flugstatus zu prüfen. Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Fluggesellschaften oder die jeweiligen Reiseveranstalter verbindliche Auskünfte geben können." Mitteilung des Albrecht Dürer Airport Nürnberg

    Die Strecke Nürnberg-Madrid fliegt Ryanair dreimal wöchentlich. Am Freitag, den 12. April hat der Flughafen Nürnberg dem Bayerischen Rundfunk noch keine Informationen über Verspätungen aus Madrid geben können.

    Die spanische Gewerkschaft der Flughafen-Sicherheitskräfte "ATES-SAV", die zum Streik aufgerufen hat, hat bereits über den Kurznachrichtendienst Twitter Bilder von Warteschlangen vom Flughafen Madrid-Barajas veröffentlicht:

    Mit dem unbefristeten Streik möchte die Gewerkschaft unter anderem bessere Arbeits- und Vertragsbedingungen erreichen. Sie hat das Flughafen-Bodenpersonal auch für den 21. und 24. April zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

    Streik in Madrid betrifft Memminger Flughafen nicht

    Der Flughafen Memmingen gibt Entwarnung: Weil er keine Flüge in die spanische Hauptstadt anbiete, betreffe ihn der Streik und das damit verbundene Verkehrschaos in Madrid vorerst auch nicht. Sollte es aber in den Osterferien zu weiteren Streiks in Spanien kommen, will der Flughafen Memmingen über Ausfälle kurzfristig auf seiner Internetseite informieren.

    Flughafen München: Bisher kein Flug verspätet

    Auch am Flughafen München hat die Sommersaison begonnen und die erste Urlaubsreisewelle des Jahres rollt. Während der Ferienzeit kann es hier immer mal wieder zu längeren Wartezeiten kommen. Doch der Streik in Spanien hat bisher laut Flughafenbetreiber noch keine Auswirkungen auf den Betrieb. Gerade vor Ostern sollten aber alle Spanien-Reisende ihre Flüge noch einmal checken und mehr Zeit am Flughafen einplanen.

    Diese Rechte haben die Fluggäste

    Sollte es trotzdem zu Verspätungen kommen, sind bei Streiks die Reiseveranstalter und die Fluggesellschaften die ersten Ansprechpartner. Diese Rechte haben Fluggäste laut der EU-Richtlinie 261/2004:

    • Die Fluggesellschaft muss alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, um Fluggäste so schnell wie möglich ans Ziel zu bringen. Das kann durch eine Umbuchung auf eine Airline der Konkurrenz passieren oder aber auch auf ein anderes Verkehrsmittel.
    • Kommt das nicht infrage, können Reisende vom Flug zurücktreten und müssen innerhalb von sieben Tagen den Ticketpreis zurückbekommen.
    • Die Fluggesellschaft muss Essen und Getränke stellen, wenn Fluggäste längere Zeit am Flughafen festsitzen. Zur Not muss sie auch ein Hotelzimmer stellen.
    • Wenn die Fluggesellschaft nicht sogenannte "außergewöhnliche" Umstände geltend machen können, dann steht Passagieren eine Entschädigung von bis zu 600 Euro zu.