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Stiftung Warentest warnt vor "Fake-Tests" im Internet | BR24

© dpa/pa/Rainer Jensen

Logos am Eingang zur Stiftung Warentest

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    Stiftung Warentest warnt vor "Fake-Tests" im Internet

    Im Internet kursieren immer mehr erfundene Produkttests – darunter auch Fälschungen, die sich angeblich auf Erkenntnisse der Stiftung Warentest berufen. Viele davon seien leicht zu entlarven, andere täuschend echt, wie es bei der Organisation heißt.

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    Sie sind kostenlos und damit einfach zugänglich - und sie sind sehr häufig falsch. So lautet der Vorwurf der Stiftung Warentest, wenn es um Produkttests im Internet geht. Die Tester werfen den “Tests“ ihrer vermeintlichen Wettbewerber vor, sehr oft eine geringe bis gar keine Aussagekraft zu haben.

    Kein Test stattgefunden

    Häufig habe es bei den Webseiten überhaupt keine Produktprüfung gegeben oder die Online-Portale beriefen sich auf Ergebnisse der Stiftung, die es so gar nicht gegeben habe. Teilweise werde dabei mit angeblichen Testergebnissen für Produkte geworben, die gar nicht von der Stiftung geprüft worden seien. Immer wieder würden auch mangelhafte Resultate der Tester dann als sehr gut angepriesen, so der Vorwurf.

    Meist werden die vorgeblich gut getesteten Produkte dann gleich mit einem Link zu einem Online-Händler verknüpft. Wird das Produkt dann dort gekauft, erhält der Betreiber der Testseite eine Provision die bis zu 15 Prozent des Warenpreises betragen kann, so die Stiftung Warentest.

    Fragwürdige Bestenlisten

    Problematisch finden die “echten“ Tester aber auch Webseiten, die nur gelegentlich einzelne Produkte “ausprobierten“. Ähnlich wenig Aussagekraft hätten Portale, die aus im Internet zusammengetragenen Kundenrezessionen Bestenlisten erstellten und dann einen “Vergleichssieger“ genannten Gewinner kürten.

    Unseriöse Tests lassen sich häufig leicht erkennen

    Die Stiftung Warentest betont, dass sehr viele problematische Tests aber leicht zu erkennen seien, beispielsweise durch die “Affiliate-Links“ direkt zu Onlinehändlern. Zu erkennen seien sie aber auch an den meist ausschließlich positiven Beurteilungen, schließlich soll ja zum Kauf der “getesteten“ Produkte animiert werden.

    Hinzu komme, dass die Betreiber von unseriösen Testseiten ihre Produktprüfungen nicht erklärten oder veröffentlichten - im Gegensatz zu Organisationen wie der Stiftung Warentest.

    Der gesamte Text, auch mit zahlreichen Beispielen, ist auf der Internetseite der Stiftung Warentest zu lesen: www.test.de.