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Stellenabbau: Siemens wird immer mehr zum Software-Konzern | BR24

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Siemens setzt seinen Umbau fort. Mit dem jetzt bekannt gegebenen Abbau von 2.700 weiteren Arbeitsplätzen verkleinert der Konzern erneut sein Traditionsgeschäft mit Kraftwerkstechnik. Gleichzeitig bauen die Münchner an anderer Stelle Personal auf.

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Stellenabbau: Siemens wird immer mehr zum Software-Konzern

Siemens setzt seinen Umbau fort. Mit dem jetzt bekannt gegebenen Abbau von 2.700 weiteren Arbeitsplätzen verkleinert der Konzern erneut sein Traditionsgeschäft mit Kraftwerkstechnik. Gleichzeitig bauen die Münchner an anderer Stelle Personal auf.

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Siemens hatte am Dienstag mitgeteilt, dass weltweit rund 2.700 Arbeitsplätze wegfallen sollen, davon 1.400 in Deutschland. Damit verkleinert das Unternehmen das Kraftwerksgeschäft. An anderer Stelle soll Personal aufgebaut werden.

Software-Geschäft hat aufgeholt

"Wir haben mehr Software-Entwickler als Microsoft." Dieser Satz stammt von Heinrich von Pierer, dem Vor-Vor-Vorgänger des heutigen Siemens-Chefs Joe Kaeser. Zu von Pierers Zeiten standen diese IT-Kräfte zumeist im Hintergrund, mittlerweile aber spielt das Software-Geschäft die entscheidende Rolle in den Zukunftsplanungen von Siemens. Das zeigen auch die jüngsten strategischen Entscheidungen des Vorstandes.

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Die IG Metall hat empört auf die Ankündigung von Siemens reagiert, weitere 2700 Stellen in der Energiesparte zu streichen.

Siemens trennt sich vom Kraftwerksgeschäft

So trennt sich der Konzern über eine Ausgliederung vom Kraftwerksgeschäft. Um die Traditionssparte für einen Börsengang attraktiv zu machen, sollen noch einmal 2.700 Jobs gestrichen werden. Insgesamt hat Siemens damit den Abbau von 13.000 Stellen angekündigt, vor allem in Bereichen, die für die althergebrachten Kompetenzen der Münchener stehen: Großanlagen in aller Welt bauen und betreuen.

Siemens setzt immer stärker auf Software

Zuwächse dagegen gibt es vor allem im Geschäft mit der Industrie-Automatisierung. In der Fabrik der Zukunft kommt es vor allem auf eine möglichst intensive digitale Vernetzung an. Hier liefert sich Siemens ein Wettrennen mit Konkurrenten wie ABB. Als entscheidend gilt die Software-Kompetenz. Derzeit liegt Siemens mit seiner Datenplattform Mindsphere vorne, das Geschäft gilt als hoch rentabel.

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Siemens will sich neu ausrichten und bevor die Energiesparte ausgelagert und an die Börse kommt, soll sie wohl attraktiver werden. Die betroffenen Mitarbeiter sollen woanders im Unternehmen untergebracht werden.