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Stellenabbau der Deutschen Bank hat bereits begonnen | BR24

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Die Deutsche Bank plant einen Radikalumbau und will weltweit Tausende Stellen streichen. Das wurde gestern bekannt, schon heute erhielten in Asien die ersten Mitarbeiter ihre Kündigungen. Aktionäre und Investoren, aber auch Kunden sind verunsichert.

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Stellenabbau der Deutschen Bank hat bereits begonnen

Die Deutsche Bank setzt ihren angekündigten Stellenabbau umgehend um: In Asien erhielten die ersten Mitarbeiter ihre Kündigungen. Auch in London müssen erste Mitarbeiter britischen Medien zufolge bereits ihre Schreibtische räumen.

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"In den Geschäftsbereichen, in denen wir uns zurückziehen werden, haben wir mit dem Prozess bereits begonnen", sagte Konzernchef Christian Sewing am Montag in einer Telefonkonferenz und setzte damit den angekündigten Stellenabbau der Deutschen Bank umgehend in die Tat um.

Entlassungen weltweit geplant

Die Entlassungswelle werde sich nun auf die anderen Weltregionen ausweiten. Die Stellenstreichungen seien "schmerzhaft aber unvermeidbar", so Sewing. Wie viele Mitarbeiter konkret an welchen Standorten gehen müssen, will der Konzern erst später bekanntgeben.

Geschrumpft wird vor allem das Investmentbanking

Besonders betroffen werden aber vermutlich London und New York sein, wo die nun zurechtgestutzte Investmentbank ihre wichtigsten Standorte hat.

Britischen Medien zufolge soll einigen Mitarbeitern bereits gesagt worden sein, dass sie noch heute ihre Schreibtische räumen müssen. Auch ihre Sicherheitspässe würden in den nächsten Stunden deaktiviert, heißt es. Wie viele Mitarbeiter der Deutschen Bank in London betroffen sind, ist nicht bekannt.

Deutsche Bank gehört zu den größten Arbeitgebern in London

Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 8.000 Männer und Frauen in der Londoner City. Damit gehört die Deutsche Bank hier zu den größten Arbeitgebern. An den Plänen für ein neues Hauptquartier in der City will das Geldhaus laut den Medienberichten festhalten.

Deutschlands größte Bank hatte am Sonntag den Abbau von weltweit rund 18.000 Vollzeitstellen angekündigt. Bis Ende 2022 soll die Zahl der Vollzeitstellen um etwa ein Fünftel auf 74.000 sinken. Der Konzernumbau wird die Deutsche Bank nach bisherigen Zahlen in den kommenden Jahren rund 7,4 Milliarden Euro kosten.

© ARD/Thomas Spickhofen

Die Deutsche Bank setzt ihren angekündigten Stellenabbau umgehend um: In Asien erhielten die ersten Mitarbeiter ihre Kündigungen. Auch in London müssen erste Mitarbeiter britischen Medien zufolge bereits ihre Schreibtische räumen.