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Stellenabbau bei Airbus: Folgen für Bayern offen | BR24

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Der Flugzeughersteller Airbus steht wegen der Corona-Krise vor massiven Einschnitten. Wegen der schleppenden Nachfrage nach Flugzeugen will der Konzern seine Produktion für zwei Jahre um 40 Prozent nach unten fahren.

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Stellenabbau bei Airbus: Folgen für Bayern offen

Der Flugzeughersteller Airbus steht wegen der Corona-Krise vor massiven Einschnitten. Wegen der schleppenden Nachfrage nach Flugzeugen will der Konzern seine Produktion für zwei Jahre um 40 Prozent nach unten fahren.

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Bei Airbus droht ein massiver Stellenabbau. Das erklärte Konzernchef Guillaume Faury in er Zeitung "Die Welt". Die Krise in der Branche sei groß - man müsse darauf reagieren und sich anpassen. Ziel ist es seinen Worten nach so viele der Stellen wie möglich zu erhalten. Die ihnen zur Verfügung stehenden Lösungen zu Abmilderung der Auswirkungen würden aber nicht ausreichen. Vor Ende Juli will die Geschäftsführung konkrete Details veröffentlichen. Insgesamt beschäftigt Airbus rund 90.000 Menschen.

Folgen für Bayern offen

Auf den ersten Blick treffen die Produktions-Kürzungen im Flugzeug-Geschäft von Airbus die Standorte in Bayern kaum. Im Freistaat sind nämlich vor allem die Rüstungs-, Raumfahrt- und Hubschrauber-Sparten des Konzerns angesiedelt. Kürzungen im zivilen Flugzeuggeschäft könnten allerdings auch für einige der hiesigen Werke Folgen haben. Zum Beispiel in Donauwörth, wo Airbus Helicopters nicht nur Hubschrauber baut, sondern auch Türen für Flugzeuge.

Situation für die Zulieferer könnte sich weiter verschärfen

Hart könnte es auch einige Zulieferer treffen, allen voran Premium Aerotec in Augsburg. Schon vor der Corona-Krise war dort ein Stellenabbau im Gespräch, seither hat sich die Lage auf dem Markt noch einmal verschlechtert. Ein weiterer großer Zulieferer ist Ruag mit Sitz in Oberpfaffenhofen. Dort entstehen Teile für Flugzeug-Rümpfe, Airbus ist der einzige große Kunde für diese Bauteile aus Oberbayern.

Dazu kommen zahlreiche, oft familiengeführte Mittelständler, die ihre hoch spezialisierte Produktion für den Flugzeugbauer nicht ohne weiteres umstellen können. Dirk Hoke, der Präsident des Branchenverbandes BDLI hatte schon im Mai im Bayerischen Rundfunk vor einer drohenden Pleitewelle gerade bei den Luft- und Raumfahrt-Zulieferern gewarnt. Er forderte staatliche Aufträge, um die Branche zu stützen

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