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Der deutschen Wirtschaft drohen nach einem unerwartet kräftigen Comeback im Sommer wieder härtere Zeiten. Im dritten Quartal hatte sich die Konjunktur dem Statistischen Bundesamt zufolge stärker als angenommen erholt.

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Statistisches Bundesamt: Starke Konjunkturerholung im Sommer

Der deutschen Wirtschaft drohen nach einem unerwartet kräftigen Comeback im Sommer wieder härtere Zeiten. Im dritten Quartal hatte sich die Konjunktur dem Statistischen Bundesamt zufolge allerdings stärker als erwartet erholt.

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Von
  • Felix Lincke

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Sommer stärker von dem Corona-Absturz erholen können, als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das Statistische Bundesamt hat seine erste Schätzung damit nach oben korrigiert. Und für das vierte Quartal gibt es zumindest die Hoffnung, dass die Wirtschaft im erneuten Lockdown stabil bleibt.

Nach dem erstem Lockdown holte die Wirtschaft auf

Nach dem Einbruch im ersten Corona-Lockdown gab es im dritten Quartal viel Versäumtes nachzuholen. Der Konsum, die Investitionen und der Export erlebten starke Aufholeffekte nach den massiven Rückgängen im zweiten Quartal. Im Frühjahr war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Prozent eingebrochen. Am Ende des Sommers lag die deutsche Wirtschaft noch mit 3,9 Prozent zurück.

Die Erholung unterstützte einen vorsichtigen Optimismus, meinen die Anlage-Experten der Fondsgesellschaft DWS. Die Lage am Arbeitsmarkt sei den Umständen entsprechend gut. Der Staat hilft auch in anderen Bereichen - dort aber nur mit mäßigem Erfolg. So ist der Dienstleistungssektor mit dem zweiten Lockdown noch stärker unter Druck geraten.

Konjunktur im vierten Quartal wieder schlechter erwartet

Verschärfte Maßnahmen zum Jahresende werden auch den privaten Verbrauch zusätzlich belasten. Einzig Bauwirtschaft und Industrie mit ihrer hohen Nachfrage aus dem Ausland stützen derzeit die deutsche Wirtschaft. Da es im vierten Quartal noch keine umfangreichen Corona-Impfungen geben wird, könnte das Bruttoinlandsprodukt erneut ins Minus drehen.

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