| BR24

 
 

Bild

Messegelände München
© picture alliance

Autoren

Walter Kittel
© picture alliance

Messegelände München

Eins der großen Themen auf der Messe BAU ist in diesem Jahr die Digitalisierung. Für Architekturbüros spielt sie schon lange eine wichtige Rolle. Mittlerweile ist es jedoch Standard, dass internationale Planungsteams gemeinsam und zeitgleich an denselben Daten arbeiten können.Auch auf Baustellen spielen Software und der Austausch von Daten eine immer wichtigere Rolle.

Digitale Umsetzung im Fokus

Die Resonanz auf den Schwerpunkt Digitalisierung sei schon im Vorfeld der Messe Bau enorm gewesen. Aber auch Überzeugungsarbeit sei weiterhin nötig, so der für die Messe Bau zuständige Geschäftsführer, Reinhard Pfeiffer.

„Da ist die Frage, wie schaffen wir die digitale Wende. Denn digitales Planen, das ist schön und gut. Aber es muss dann auch umgesetzt werden.“

Planen und Bauen findet zunehmend im virtuellen Raum statt. Egal von welchem Ort aus haben dann Architekten, Bauherren und ausführende Unternehmen auf eine gemeinsame Datenbasis Zugriff. Sie tauschen zeitgleich Informationen aus und stimmen sich ab. Zum Beispiel, wenn es um termingerechte Materiallieferungen geht. Ob Termine oder Kostenentwicklungen: jeder hat jederzeit den Überblick. Bauen werde Dank der Digitalisierung genauer und weniger fehleranfällig, so der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa.

“DIe Digitalisierung wird der Bauwirtschaft gut tun, dass wir noch termin- und kostengenauer bauen können. Wir werden den gesamten Prozess in der Bauwertschöpfungskette von der digitalen Planung übers Bauen bis zum Betreiben komplett anders haben in 5-10 Jahren. Der wird komplett digitalisiert sein.”

Themen sind Sicherheit und Energiesparen

Zahlreiche Innovationen zeigt die Messe Bau etwa im Bereich der Gebäudetechnik. So widmet sich ein neuer Ausstellungsbereich dem Thema Licht, mit immer energie- und platzsparenderen Lichtquellen. Ein anderer dem Thema Sicherheit und damit der Frage, wie mit Hilfe intelligenter Sensoren die Zahl der Einbrüche reduziert werden kann.Auch aufgrund der anhaltend guten Baukonjunktur ist die Branche optimistisch. Die Auftragsbücher seien voll. Für 2019 wird ein Wachstum von rund 6 Prozent erwartet. Und die Zahl der Auszubildenden ist nach Angaben des Zentralverband des Deutschen Baugewerbes im vergangenen Jahr um fast 8 Prozent gestiegen. Damit sei man auch bei der Fachkräftesicherung auf einem guten Weg.

Autoren

Walter Kittel

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 14.01.2019 - 09:38 Uhr