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Wirtschaft

Sparkurs verschärft: Unicredit streicht 8.000 Stellen | BR24

© ARD/Lisa Weis

Die Hypovereinsbank-Mutter Unicredit verschärft ihren Sparkurs und will nochmals rund 8.000 Vollzeitstellen streichen. Damit fällt bis 2023 fast jeder zehnte Job weg. Wie viele deutsche Mitarbeiter und Filialen betroffen sind, ist noch unklar.

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Sparkurs verschärft: Unicredit streicht 8.000 Stellen

Die Hypovereinsbank-Mutter Unicredit verschärft ihren Sparkurs und will nochmals rund 8.000 Vollzeitstellen streichen. Damit fällt bis 2023 fast jeder zehnte Job weg. Wie viele deutsche Mitarbeiter und Filialen betroffen sind, ist noch unklar.

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Die italienische Großbank Unicredit setzt den Rotstift an. Bis zum Jahr 2023 will das Institut weitere 8.000 Stellen abbauen und die Kosten um eine Milliarde Euro drücken. Das hat Vorstandschef Jean Pierre Mustier angekündigt. Wie viele Jobs bei der deutschen Tochter Hypovereinsbank (HVB) wegfallen, steht noch nicht fest.

Die Unicredit hatte 2016 wegen Verlusten in Milliardenhöhe mit einem umfassenden Umbau begonnen. Der damals neu eingesetzte Konzernchef Mustier hat bereits 14.000 Stellen gestrichen und mehr als 900 Filialen dichtgemacht.

Anleger sollen von Sparkurs bei Unicredit profitieren

Die Anleger sollen von dem Sparkurs profitieren: Unicredit stellte eine höhere Dividende und einen zwei Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf in Aussicht. Der Gewinn soll in den nächsten vier Jahren laut dem neuen Strategieplan mit dem Namen "Team 23" auf fünf Milliarden Euro steigen. Für dieses Jahr wird bereits ein Überschuss von 4,7 Milliarden Euro erwartet.

Unicredit will aus eigener Kraft wachsen

Wachsen will Unicredit vor allem aus eigener Kraft. "Es wird keine großen Fusionen und Übernahmen geben, das steht fest", sagte Mustier in einer Telefonkonferenz. Lediglich kleinere, ergänzende Zukäufe in Zentral- und Osteuropa seien möglich. Unicredit wurde in der Vergangenheit Interesse unter anderem an der Commerzbank nachgesagt.

Unklar, wie viele Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen

In Westeuropa will Unicredit 500 Geschäftsstellen schließen, wie der seit Mitte 2016 amtierende Vorstandschef ankündigte. Zudem werde es weitere kleinere Verkäufe geben. Erst vor wenigen Tagen hatte Unicredit die Beteiligung an dem türkischen Geldhaus Yapi reduziert.

Unklar blieb zunächst, wie viele der 8.000 Arbeitsplätze in den einzelnen Regionen wegfallen. In Deutschland sollen die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern bald beginnen, wie ein Sprecher sagte. Auf die HVB entfielen zum Halbjahr rund 12.000 der konzernweit gut 80.000 Stellen.

Unicredit investiert in neue IT-Systeme

Den Einsparungen stehen höhere Ausgaben für die IT gegenüber. Die Bank will in den kommenden Jahren die Investitionen in neue IT-Systeme für Bereiche wie Personal, Cyber-Sicherheit und Instandhaltung um 17 Prozent erhöhen.

Banken stecken derzeit viel Geld in digitale Angebote, um mithalten zu können mit Fintechs und anderen neuen Firmen, die die traditionelle Finanzbranche aufmischen. Auch die Deutsche Bank steigert ihre IT-Ausgaben, während sie den Konzern umbaut und weltweit 18.000 Stellen streicht.