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EC-Karte der Sparkassen

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    Sparkassen stoppen eigene Produktion von EC Karten

    Die Kredit- und Geldkarten der Sparkassen in Deutschland werden künftig nicht mehr am Tegernsee produziert. Das teilte der Deutsche Sparkassenverlag heute mit. Von Ralf Schmidberger

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    Das Gemeinschaftsunternehmen der Sparkassen und des Sicherheitstechnikkonzerns Giesecke & Devrient stellt den Betrieb der Geldkartenproduktion in der Fabrik im oberbayerischen Gmund am Tegernsee im Juli ein, davon betroffen sind 80 Mitarbeiter.

    Grund sind zu hohe Kosten

    Die Kosten seien zu hoch und nicht mehr marktgerecht, so der Deutsche Sparkassenverlag. Aufgrund der Niedrigzinsphase seien die Institute so unter Druck, dass man nach günstigeren Alternativen gesucht habe. So wollen die Sparkassen künftig ihre Zahl- und Kreditkarten von verschiedenen Lieferanten beziehen. Bis Juli läuft der Betrieb noch in Gmund am Tegernsee. Was danach kommt, ist unsicher für die 80 Beschäftigten.

    Insolvenz soll vermieden werden

    Um eine Insolvenz zu verhindern, hat der Münchner Sicherheitstechnik- und Gelddruck-Konzern Giesecke & Devrient die Anteile des Sparkassenverlags übernommen. Die Schließung werde sozialverträglich ablaufen. Derzeit liefen Gespräche mit jedem einzelnen Mitarbeiter, so Giesecke & Devrient gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. So könnten einige wohl am Standort in München beschäftigt werden. Daneben gibt es eine eigene Aktion im Landkreis Miesbach: Unternehmen, von denen viele unter Fachkräftemangel leiden, wurden eigens angeschrieben.