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Sparkassen: Keine Strafzinsen für Kleinsparer | BR24

© pa / dpa / Foto: Ole Spata

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    Sparkassen: Keine Strafzinsen für Kleinsparer

    Eigentlich könnten die 68 Bayerischen Sparkassen zufrieden sein: Ihre Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr auf rund 200 Milliarden Euro. Doch wegen der Niedrigzinspolitik der EZB stagniert der Gesamtgewinn bei 325 Millionen Euro. Von Rigobert Kaiser

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    Die niedrigen Zinsen sowie die Strafzinsen der EZB sind zu einem Dauerproblem geworden. Die Bayern vertrauen ihren Sparkassen ihr Geld aber weiterhin an, sagt Ulrich Netzer, der Präsident des bayerischen Sparkassenverbandes:

    „Der Erfolg: das Kundengeschäft ist gestiegen, die Erträge sind gesunken. Das ist die Folge der Negativ-Niedrig-Nullzins-Phase.“ (Ulrich Netzer, Sparkassenpräsident)

    Höhere Gebühren für Girokonten

    Deshalb steigen unter anderem die Gebühren für Girokonten. Eines wollen die Sparkassen auf alle Fälle vermeiden, Strafzinsen für ihre Kleinsparer:

    „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir beim Kleinstsparer, also 5000, 10.000 oder 20.000, je nachdem wie sich der Markt weiter entwickeln wird, tatsächlich Verwahrentgelte verlangen.“

    Bei Großkunden mit Millionenbeträgen sieht das anders aus. Die Stadt Kempten zog 10 Millionen Euro von ihrer eigenen Sparkasse ab und wechselt zu einer Privatbank, weil sie Strafzinsen von bis zu 60 000 Euro vermeiden will. Das sei eine Folge der absurden Niedrigzinspolitik, zeigt Ulrich Netzer ein gewisses Verständnis. Er war selbst mal Oberbürgermeister in Kempten.