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Die europäische und die deutsche Bankenaufsicht stellen hohe Anforderungen an die Sparkassengruppe. Diese muss Milliarden hinterlegen.

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    Sparkassen-Finanzgruppe braucht weitere Milliarden

    Für die Sparkassen-Finanzgruppe könnte es bis zu fünf Milliarden Euro mehr kosten, die Landesbanken weiter in der sogenannten Institutssicherung zu halten. So bleiben die Spareinlagen sicher, aber ganz billig ist das nicht.

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    Von
    • Felix Lincke

    Nur mit einem Versprechen, im Krisenfall füreinander einzustehen, ist es bei den deutschen Sparkassen nicht getan. Die Europäische Zentralbank (EZB), die für die großen Landesbanken zuständig ist, und die deutsche Finanzaufsicht BaFin, die den Rest der Sparkassen-Finanzgruppe betreut, wollen viel Geld als Sicherheit sehen. So will die EZB, dass die gesamte Gruppe für ihre gegenseitige Institutssicherung 0,5 Prozent aller Risiken in einem Rettungsfonds konkret abbildet.

    Bei dieser Institutssicherung stehen Sparkassen, Landesbanken, Bausparkassen und die Fondsgesellschaft Deka - alle Mitglieder der Sparkassen-Finanzgruppe - füreinander ein. So will man sicherstellen, dass keiner insolvent werden kann. Vor allem die Landesbanken waren für riskante Geschäfte bekannt. Sie mussten in der Vergangenheit häufig gerettet werden.

    Sparkassen müssen doppelt zahlen

    Berichten zufolge muss die Sparkassen-Finanzgruppe nach 2023 noch einmal kräftig für einen zusätzlichen Sicherheitspuffer nachlegen. Um wie viel es genau geht, steht noch nicht fest. Für die Sparkassen ist das besonders ärgerlich, weil sie für die europäische Einlagensicherung ebenfalls zusätzliche Mittel aufbringen müssen. Diese Kosten hatten die öffentlichen Banken früher nicht, weil Länder und Kommunen ihnen kostenlose Garantien boten. Die EU hat das aus Wettbewerbsgründen verboten, weil private Banken diese Vorteile nicht hatten.

    Auch die Privatbanken in Deutschland sind teilweise unzufrieden mit den erhöhten Anforderungen für die europäische Einlagensicherung und die mögliche Bankenabwicklung im Krisenfall.

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