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Sparkasse Schweinfurt-Haßberge will 14 Filialen schließen | BR24

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Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge will bis Ende 2021 insgesamt 14 Filialen schließen. Sieben davon haben seit dem 20. März nicht mehr geöffnet, sieben weitere sollen im Jahr 2021 folgen.

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Sparkasse Schweinfurt-Haßberge will 14 Filialen schließen

Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge will bis Ende 2021 insgesamt 14 Filialen schließen. Sieben davon haben seit dem 20. März nicht mehr geöffnet, sieben weitere sollen im Jahr 2021 folgen.

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Wegen der Corona-Pandemie schloss am 20. März die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge 41 kleinere und mittlere Filialen für den direkten Kundenverkehr. Mittlerweile wurden 32 wieder geöffnet.

Sieben dagegen bleiben für immer dicht, wie die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge am Montag mitteilte. Betroffen sind die Zweigstellen in Eßleben, Greßthal, Hesselbach, Oberwerrn, Sulzheim und Wipfeld sowie die im Schweinfurter Wohnstift Augustinum. 2021 werden weitere sieben Filialen folgen: In Schweinfurt am Deutschof, in der Segnitzstraße und in der Gartenstadt sowie in Geldersheim, Oberschwarzach, Obertheres und Röthlein.

Kunden sollen sich andernorts Bargeld auszahlen lassen können

Damit die Kunden an den Standorten, an denen Filialen schließen bzw. Geldautomaten abgebaut werden, weiterhin gut mit Bargeld versorgt werden können, prüft die Sparkasse alternative Auszahlungsmöglichkeiten beispielsweise bei Einzelhändlern. So soll die Bargeldversorgung flächendeckend gewährleistet werden.

Bank-Filiale "Supermarkt" oder Bürgerbus

Wie weit diese Pläne gediehen sind, konnte die Sparkasse auf BR-Nachfrage allerdings nicht sagen. Laut Joachim Eyrich, Leiter des Vorstandsstabs der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge, sei eigens eine Projektgruppe gegründet worden, die Konzepte zur alternativen Bargeldversorgung erarbeiten soll. Derzeit liefen Gespräche mit Einzelhändlern, damit Sparkassen-Kunden zum Beispiel an der Supermarkt-Kasse Geld abheben können. Eine weitere Idee sei eine Art "Bürgerbus", der insbesondere ältere Kunden zu der nächstgelegenen Sparkasse-Filiale bringen könnte. Dies, so gab Eyrich zu, sei aber nur schwer umsetzbar. "In dieser Hinsicht wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Begehrlichkeiten wecken". Außerdem betonte Joachim Eyrich, dass trotz der Schließungen das Filialnetz der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge im bayernweiten Vergleich immer noch "überdurchschnittlich" sei.

Alternativen? Weitgehend Fehlanzeige

Die Möglichkeit, einfach zu einer anderen Bank zu wechseln, die in den betroffenen Ortschaften noch eine Filiale betreibt, gibt es eher selten, zum Beispiel in Theres, Niederwerrn, Wipfeld oder Röthlein. Dort betreibt die Raiffeisenbank jeweils noch eine Zweigstelle. Auch auf Kooperationen mit einer anderen Bank dürfen die Sparkassenkunden nicht hoffen. In Dittelbrunn und in der Stadtgalerie Schweinfurt teilen sich nach Auskunft einer Sparkassensprecherin die Sparkasse und die VR-Bank zwar einen Geldautomaten an dem sowohl Sparkassen- als auch VR-Bankkunden gebührenfrei Geld abheben können. Weitere Kooperationen oder gar gemeinsam betriebene Filialen seien aber nicht im Gespräch.

Umstrukturierung ohne Kündigungen

Gründe für die Ausdünnung des Filialnetzes seien die verstärkte Nachfrage am digitalen Service und Zahlungsverkehr und eine seit dem Jahr 2000 um 80 Prozent gesunkene Kundenfrequenz an den Schaltern der Filialen, heißt es von der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge.

Der Rückgang der Kundenfrequenz habe sich durch die Corona-Pandemie noch verschärft, heißt es weiter. Die von der Schließung betroffen Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt. Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen, sagte ein Sprecher der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge gegenüber dem Bayerischen Rundfunk .Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge hat rund 730 Mitarbeiter und im Augenblick noch - neben der Hauptstelle am Schweinfurter Roßmarkt - 51 Filialen.

© Martin Reuter/BR-Mainfranken

Die Sparkasse in Greßthal

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