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Spahn lässt Verbot von Arznei-Versandhandel offen | BR24

© BR / Walter Kittel

Mit Blick auf den Online-Versand von Medikamenten aus dem Ausland wandte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf dem Deutschen Apothekertag gegen ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Ein Verbot des Versandhandels ließ er aber offen.

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Spahn lässt Verbot von Arznei-Versandhandel offen

Mit Blick auf den Online-Versand von Medikamenten aus dem Ausland wandte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf dem Deutschen Apothekertag gegen ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Ein Verbot des Versandhandels ließ er aber offen.

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Über 300 Apotheken hätten in den vergangenen 12 Monaten schließen müssen. Das sei keine Folge des demographischen Wandels, sondern zu geringer Unterstützung - vor allem durch die Politik, so die Kritik der Apotheker.

Hauptkritikpunkt des Deutschen Apothekertags: Versandapotheken aus dem Ausland.

Versandapotheken aus dem Ausland dürften sich zwar an der Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Medikamenten beteiligen, müssten sich aber nicht an die Preisvorschriften des deutschen Arzneimittelrechts halten. Es sei ein ruinöser Wettbewerb entstanden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bekam von den Apothekern Applaus für seine Aussage:

„So wie es heute ist, mit Versandhandel aus dem Ausland, ist es nicht fair. Schlicht und ergreifend.“

Spahn bleibt wage bei einem Verbot von Arznei-Versandhandel

Ein Verbot des Versandhandels müsse europarechtlich beurteilt werden, so Spahn. Darin liege die größte Herausforderung. Er wolle nicht einfach ein Gesetz machen, das dann scheitert. In den kommenden sechs bis sieben Monaten werde ein mögliches Versandhandelsverbot aber ressortübergreifend auf der politischen Agenda stehen.