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Spahn fordert Mindestlohn von 14 Euro in der Pflege | BR24

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Der Bundesgesundheitsminister findet, dass Pflegekräfte pro Monat mindestens 2.500 Euro verdienen sollten. Im Gespräch mit dem BR-Hauptstadtstudio schlägt er einen Mindestlohn von 14 Euro vor. Wer das bezahlen soll, das beantwortet er aber nicht.

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Spahn fordert Mindestlohn von 14 Euro in der Pflege

Der Bundesgesundheitsminister findet, dass Pflegefachkräfte pro Monat mindestens 2.500 Euro verdienen sollten. Im Gespräch mit dem BR-Hauptstadtstudio schlägt er einen Mindestlohn von 14 Euro vor. Wer das bezahlen soll, das beantwortet er aber nicht.

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11,05 Euro in Westdeutschland und 10,55 Euro in Ostdeutschland: So hoch ist der Mindestlohn in der Pflege. Viel zu niedrig, findet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Zumal der Mindestlohn bei Fachkräften derzeit gar nicht greifen würde, sagt Spahn. Wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich nicht bald auf einen flächendeckenden Tarifvertrag einigen, soll eine Kommission den Mindestlohn anheben.

Pflege: Mindestlohn von 14 Euro

Dem BR-Hauptstadtstudio nannte Spahn erstmals eine Summe, wie hoch der Mindestlohn für Pflegefachkräfte seiner Meinung nach sein müsste: "Gute 14 Euro. Und das ist immer noch wirklich ein Mindestlohn. Gleichwohl muss man auch da sagen, gerade in der Altenpflege verdienen Zigtausende zum Teil deutlich weniger als diese 2.500 Euro", sagt Spahn.

Damit liegt der CDU-Minister nahe bei den Linken, die für die Altenpflege einen Mindestlohn von 14,50 Euro fordern. Spahn spricht sich dafür aus, beim Mindestlohn künftig zu differenzieren zwischen Pflegefachkräften und Hilfskräften. Denkbar wäre aus seiner Sicht auch, den Mindestlohn regional zu unterscheiden. Von der Erhöhung profitieren würden vor allem Altenpfleger in Ostdeutschland.

Vor allem Altenpfleger in Ostdeutschland würden profitieren

Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung verdienten Altenpfleger dort im Durchschnitt zuletzt knapp 2.400 Euro brutto pro Monat. Am wenigsten in Sachsen-Anhalt mit gut 2.100 Euro. In Baden-Württemberg verdienten Fachkräfte in der Altenpflege im Vergleich mit den anderen Bundesländern zuletzt am meisten mit gut 3.000 Euro brutto pro Monat, gefolgt von Bayern mit monatlich knapp 3.000 Euro brutto. Altenpflegehelfer liegen mit einem Bruttogehalt von etwa 2.000 Euro pro Monat deutlich darunter.

Viele Stellen in der Pflege unbesetzt

Die Bundesregierung ist sich einig darüber, dass Pflegekräfte besser bezahlt werden sollen, auch um den Beruf attraktiver zu machen. Laut Bundesagentur für Arbeit blieben 2018 knapp 40.000 Stellen in der Pflege unbesetzt, davon fast 25.000 in der Altenpflege. Das Kabinett hatte bereits im Juni einen Gesetzentwurf beschlossen, der Maßnahmen für bessere Löhne vorsieht. Unter anderem eine ständige Pflegekommission, die den Mindestlohn anheben könnte.

Spahn lässt die Kostenfrage noch offen

Wer die steigenden Kosten in der Pflege bezahlen soll, lässt Spahn noch offen. Der Bundesgesundheitsminister arbeitet an einem Gesamtkonzept, damit die Pflegebedürftigen und deren Angehörige die steigenden Pflegekosten nicht allein schultern müssen. Im Schnitt müssen Bewohner von Pflegeheimen jetzt schon 1.800 Euro aus der eigenen Tasche zahlen, weil die Pflegeversicherung nur einen Teil übernimmt. Ein Drittel ist auf Sozialhilfe angewiesen.

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Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, soll der Pflegeberuf attraktiver werden. Bundesgesundheitsminister Spahn will deshalb, dass der gesetzliche Mindestlohn in der Pflege künftig bei 14 Euro die Stunde liegt.