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Sozialverbände begrüßen Grundrente | BR24

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Der Kompromiss von Union und SPD zur Grundrente stößt beim Wirtschaftsflügel der CDU auf heftige Kritik. Zustimmung kommt hingegen von Wohlfahrtsverbänden und Sozialverbänden.

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Sozialverbände begrüßen Grundrente

Der Kompromiss von Union und SPD zur Grundrente stößt beim Wirtschaftsflügel der CDU auf heftige Kritik. Zustimmung kommt hingegen von Wohlfahrtsverbänden und Sozialverbänden.

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Einen "intelligenten Kompromiss" sieht der Paritätische Wohlfahrtsverband in der Einigung über die Grundrente. Das jetzt gefundene Modell sei besser, als man hätte erwarten dürfe. In dem Morgenecho von WDR 5 lobt der Hautgeschäftsführer Ulrich Schneider die Lösung:

"Die Grundrente ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das einfache System der Bedürftigkeitsprüfung sei eine intelligente Lösung." Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider

Seinen Worten nach wird mit Einführung der Grundrente demnächst 1,5 Millionen Menschen, die zurzeit unter der Armutsgrenze leben, bald über der Armutsgrenze sein. Über einige Punkte des Kompromisses müsse jedoch im parlamentarischen Verfahren gestritten werden, um Verbesserungen zu erreichen, betonte Schneider.

Kompromiss bringt den Durchbruch, lobt der VdK

Ähnlich sieht das die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele. Die Pläne zur Grundrente seien ein Durchbruch, sagte sie dem BR:

"Es ist wirklich ein ganz wichtiges Instrument gegen Altersarmut, dass Menschen, die 35 Jahre gearbeitet haben, die Kinder erzogen haben, die Angehörige gepflegt haben, dass die Renten aufgewertet werden. Natürlich muss man jetzt mal schauen, wie das bürokratische alles wird – es darf wirklich kein programmatisches Monster werden." VdK-Präsidentin Verena Bentele

Ihre Hoffnung ist, dass möglichst viele Menschen von der Grundrente profitieren, und man nicht am Ende erleben wird, dass durch die Einkommensanrechnung eben für ganz viele Menschen die Grundrente keine Leistung ist, die für sie in Anspruch genommen werden kann, wie sie weiter ausführt.

Trotzdem will der VdK an seiner Kampagne festhalten, mit der er fordert, alle Rentner besser zu stellen. So will der Sozialverband, dass das Rentenniveau, das derzeit bei 48 Prozent der durchschnittlichen Einkommen liegt, nicht weiter sinkt, sondern wieder auf 50 Prozent angehoben wird.