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Wirtschaft

Sorge um Zukunft von Constantin Film | BR24

© pa / dpa / Foto: Peter Kneffel

Dieter Hahn bei der Hauptversammlung Anfang November 2016

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    Sorge um Zukunft von Constantin Film

    Um die Zukunft der Münchner Constantin Medien AG tobt ein heftiger Streit. Bekannt ist diese vor allem durch ihre Kino-Blockbuster wie „Fack ju Göhte“. Großaktionär Dieter Hahn hat nun den Aktionären ein Kaufangebot unterbreitet. Von Wolfram Schrag

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    Im Sport sieht Dieter Hahn, der ehemalige Vertraute des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch, die Zukunft für Constantin Medien und will deshalb die Firma übernehmen. Schon jetzt vermarktet Constantin über die Tochter „Team Holding“ für die UEFA unter anderem die Spiele der Champions League. Und Sportereignisse versprechen auch in Zukunft gute Geschäfte. Allerdings gibt es eine andere Gruppe von Aktionären, die dies verhindern will.

    Was passiert mit der Filmsparte?

    Kinofilme stehen in Konkurrenz mit Streaming-Diensten wie Netflix. Nicht jede Kino-Produktion wird ein Erfolg beim Publikum. Deshalb will Hahn, der auch Aufsichtsratschef ist, die Filmsparte loswerden. Bei einem Verkauf von Constantin Film könnte die berühmte Münchner Filmfirma auch an ausländische Eigentümer gehen.

    Für den bayerischen Film-Standort wäre das eine Niederlage. Auch Wirtschaftsministerium Ilse Aigner beobachtet die Situation genau, wie es gegenüber dem BR aus dem Ministerium hieß. Ihr sei an einer starken Constantin am hiesigen Standort gelegen. Deshalb hoffe man, dass die Unstimmigkeiten der Aktionärsgruppen beigelegt werden. Gegen den Verkauf wehrt sich ein Großaktionär, der Schweizer Bernhard Burgener, der früher Chef von Constantin war. Hahn und Burgener sind heillos zerstritten. Die letzte Hauptversammlung endete im Chaos, Burgener wurde ausgeschlossen. Nun sind Anwälte am Zug. Entsprechend hat Burgener das Übernahmeangebot von Hahn umgehend zurückgewiesen.