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Solarmodule aus China: Bundesweite Razzia - auch in Schwaben | BR24

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Solarmodule (Symbolbild)

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    Solarmodule aus China: Bundesweite Razzia - auch in Schwaben

    Der Schaden geht in die Millionen: Firmen sollen Regeln verletzt haben, mit denen eigentlich der Import von chinesischen Solarmodulen zu Dumpingpreisen verhindert werden soll. Der Zoll hat in mehreren Bundesländern Büros und Wohnungen durchsucht.

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    Im Zuge der Ermittlungen gegen einen Münchner Anbieter von Solarmodulen und dessen Kunden haben rund 100 Beamte des Zolls bundesweit Firmensitze und Privatwohnungen durchsucht. Dem Unternehmen wird gewerbsmäßige Hinterziehung von mindestens 33 Millionen Euro an Antidumpingzöllen und Einfuhrumsatzsteuer vorgeworfen, wie der Zoll am Freitag mitteilte.

    Zoll schätzt Schaden auf 33 Millionen Euro

    14 Firmenstandorte und Privatwohnungen in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Berlin wurden vom Zoll durchsucht. Die Durchsuchungen richteten sich gegen die Kunden des Münchner Unternehmens. Ihnen wird vorgeworfen, wissentlich die falsch deklarierte Ware des Münchner Unternehmens gekauft zu haben. Die vier bayerischen Adressen sind alle in Schwaben. Wo genau, wurde nicht mitgeteilt.

    "Kickback-Zahlungen" ermöglichen Kauf zu Dumping-Preisen

    Laut Zoll haben das Unternehmen sowie dessen Kunden die Mindestpreise bei der Einfuhr von Solarmodulen ursprünglich eingehalten, um Antidumping- und Ausgleichszölle und Einfuhrumsatzsteuer zu sparen. Die Mindestpreise seien aber im Nachhinein durch Rückvergütungen wieder unterschritten worden. Der Zoll schätzt den Schaden auf rund 33 Millionen Euro. Mit solchen "Kickback-Zahlungen" ist es laut Zoll möglich, unterm Strich die niedrigen chinesischen Preise für die Solarmodule zu zahlen.

    Gegen die Münchner Firma, bei deren Kunden jetzt durchsucht wurde, wird seit einem Jahr ermittelt. Dort wurden schon im Februar Räume durchsucht.

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