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Söder: "Autoindustrie ist Halsschlagader Bayerns" | BR24

© dpa-Bildfunk / Peter Kneffel

Andreas Scheuer, Markus Söder und Hubter Aiwanger laufen an zahlreichen Kameras un Mikrofonen vorbei

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Söder: "Autoindustrie ist Halsschlagader Bayerns"

In der Münchner Residenz hat das Zukunftsforum Automobil stattgefunden. Bundesverkehrsminister Scheuer, Ministerpräsident Söder und Wirtschaftsminister Aiwanger haben dabei mit Vertretern der Autoindustrie über die Zukunft der Branche gesprochen.

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Das Auto ist "industriepolitisch die Halsschlagader von Deutschland und Bayern", so Markus Söder im Anschluss an die Veranstaltung. Aus diesem Grund brauche die Branche auch aus Deutschland Unterstützung. Dabei wolle er aber weder Lobbyismus betreiben noch Verschwörungstheorien unterstützen.

Drei Punkte seien dabei zentral, so Söder. Es müsse einen Ausgleich zwischen Ökologie, Lebensstil und der Dieseldebatte geben. Dazu müsse auch geklärt werden, welche Abgaswerte wirklich schädlich seien. Messmethoden müssten hinterfragt werden und Hochrechnungen dürften nicht über Fahrverbote entscheiden. Gerade in München hätten sich, so Söder, die Werte so verbessert, dass Fahrverbote unverhältnismäßig seien.

In Zukunft brauche es mehr Ingenieure und weniger Ideologen. Es müsse mehr über Antriebe, die Ladeinfrastruktur für Elektroautos, Batterietechnik und synthetische Kraftstoffe geredet werden. Immer wichtiger werde auch das autonome Fahren.

Aiwanger kündigt fünf Arbeitsgruppen an

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kündigte an, fünf Arbeitsgruppen einzurichten, die bis Ende Mai Ergebnisse liefern sollen. Das Auto brauche man auch in Zukunft für die Mobilität – vor allem auch auf dem Land. Auch wenn in der Stadt darüber teilweise anders gedacht werde.

Die fünf Arbeitsgruppen sollen sich dabei um folgende Themenbereiche kümmern: Antriebstechnologien, Digitalisierung, die Einbindung von Zulieferern und Werkstätten in den Transformationsprozess, neue E-Plattformem wie für das Carsharing und die Qualifizierung der Beschäftigten.

"Gutes Meeting" für BMW-Chef Krüger

BMW-Chef Krüger sprach in Anschluss von einem "guten Meeting". Im Mittelpunkt habe gestanden, wie der Transformationsprozess der Branche erfolgreich gestaltet werden könne. Für ihn standen dabei Antriebe, Digitalisierung und spezifisches Wissen, wie die "Konnektivität", also die Kommunikation der Verkehrsteilnehmer untereinander, im Mittelpunkt. Für all diese Belange sei das heute ein "kick off" gewesen.

Industrielobby: "Mut gemacht für Zukunft"

Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Alfred Gaffal, sprach bei der Pressekonferenz nach dem Treffen davon, dass es Mut gemacht habe für die Zukunft. Immerhin hinge in Bayern jeder 15. Arbeitsplatz vom Auto ab. Der Strukturwandel sei dementsprechend anspruchsvoll.

Nicht vergessen dürfe man dabei auch, dass davon nicht nur die großen Hersteller betroffen seien, sondern auch viele Mittelständler. Da dürfe "keiner auf der Strecke bleiben".

Arbeitnehmervertreter: "Wollen aktiv mitgestalten"

Johann Horn, Bayerns IG-Metallchef, sagte, bei den Veränderungen müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen. Dabei wolle die IG Metall aktiv mitgestalten.

Unter anderem betonte Horn, Mobilität müsse auch in Zukunft für den "kleinen Mann" bezahlbar bleiben. Egal ob für Verbrenner oder Stromer müsse man den Verkehrsinfarkt in Griff bekommen. Und es müsse dafür gesorgt werde, dass auch in Zukunft gute Arbeit für die Beschäftigten da sei.