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Sodastream kämpft mit Lieferengpässen | BR24

© BR/Tobias Brunner

Wasser in die Flasche füllen, Knopf drücken und Sprudelwasser trinken: Das verspricht Sodastream. Doch ausgerechnet in Zeiten von Hitze und Rekord-Temperaturen kann das Unternehmen nicht genügend Zylinder für seine Wassersprudler liefern.

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Sodastream kämpft mit Lieferengpässen

Wasser in die Flasche füllen, Knopf drücken und Sprudelwasser trinken: Das verspricht Sodastream. Doch ausgerechnet in Zeiten von Hitze und Rekord-Temperaturen kann das Unternehmen nicht genügend Zylinder für seine Wassersprudler liefern.

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Einen Kasten Wasser auf der Schulter, darunter die Frage "Wann gibt’s endlich wieder Zylinder?": Dieses Foto hat ein Nutzer auf Twitter gepostet. Es ist nur ein Beispiel von vielen aus den sozialen Medien. Seit Wochen berichten Kunden dort von ausverkauften Sodastream-Zylindern.

Drogeriehändler: Für unsere Kunden nicht hinnehmbar

Ähnliches hört auch, wer in Drogerie- und Supermärkten nachfragt. Dort sollten die Zylinder eigentlich problemlos an der Kasse erhältlich sein, um dann zu Hause im Sprudler die Kohlensäure ins Wasser zu bringen. Doch die Standard-Antwort in vielen Märkten lautet lapidar: "Die haben wir leider gerade nicht auf Lager."

Tatsächlich sitzen viele Geschäfte derzeit auf dem Trockenen: Auf Nachfrage bestätigen Media Markt, Saturn und Hagebau die Lieferengpässe bei Zylindern. Der Drogeriehändler Rossmann teilt mit: "Das ist selbstverständlich für uns im Sinne unserer Kunden nicht hinnehmbar und wir haben die Sodastream GmbH in Limburg dazu aufgefordert, diesen Missstand schnellstmöglich zu beseitigen."

Sodastream bestätigt: Mehr Nachfragen wegen Hitze

Auf BR-Anfrage räumt auch Sodastream die Probleme ein. "Es tut uns sehr leid, dass derzeit Kunden häufig nicht wie gewohnt Kohlensäurezylinder im Handel tauschen können", sagt Julian Hessel, Marketing Director von Sodastream in Deutschland und Österreich. Grund dafür sei die Hitze und die damit verbundene große Nachfrage. Kunden würden deutlich mehr Zylinder eintauschen als sonst.

Hagebau berichtet außerdem von einem neuen Warenwirtschaftssystem, das bei Sodastream im Mai eingeführt worden sei und noch immer für Verzögerungen sorge. Auch Rossmann wurde von Sodastream auf die "Systemumstellung" hingewiesen.

Sodastream will mehr produzieren, um Lieferengpässe zu beseitigen

Der Hersteller hat nach eigenen Angaben bereits reagiert: In der deutschen Fabrik in Limburg und in der Zentrale in Israel werde nun mehr produziert. Außerdem werde die Anzahl der leeren Zylinder aufgestockt und der Kundenservice telefoniere gerade alle Geschäfte ab, um schneller für Nachschub zu sorgen. "Wir sind zuversichtlich, dass sich die Situation damit rasch verbessert", so Marketing Director Hessel.