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Die Strompreise steigen in Deutschland seit Jahren. So können Sie trotzdem bares Geld sparen.
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Die Strompreise steigen in Deutschland seit Jahren. So können Sie trotzdem bares Geld sparen.

Auch bei ihrem aktuellen Anbieter können Kunden oftmals viel rausholen: Raus aus der Grundversorgung, häufig als GVV abgekürzt, denn das ist der teuerste Tarif jedes Stromanbieters. Viele Kunden haben aber genau diesen Tarif abgeschlossen. Daher können Sie bereits mit einem Wechsel beim aktuellen Anbieter sparen. Bei den Preismodellen gibt es nämlich große Unterschiede.

Bester Strompreis? Auf das müssen Kunden beim Vertrag achten

  • Die Vertragslaufzeit: Da Strompreise teils rasant steigen, sollten sich Verbraucher nicht zu lange an einen Anbieter binden. Je kürzer die Vertragslaufzeit, desto besser. Sie sollte nicht länger als drei bis sechs Monate sein. Der Kunde kann so schneller zu einem neuen und günstigeren Anbieter wechseln.
  • Die Kündigungsfrist: Auch hier gilt, je kürzer desto besser. Beim Grundversorgungsvertrag gilt meist eine Kündigungsfrist von 14 Tagen.
  • Die Preisgarantie: Eine Preisgarantie im neuen Tarif schützt den Kunden vor einer Preiserhöhung innerhalb der Vertragslaufzeit. Ob sich das wirklich lohnt, hängt auch von dem Preis ab, den der Anbieter verlangt. Deswegen empfiehlt es sich, die Gesamtkosten der Tarife zu vergleichen.
  • Vorsicht vor automatischer Verlängerung: Viele Verträge verlängern sich automatisch, wenn der Kunde sie nicht kündigt. Daher ist es ratsam, sich den Kündigungstermin zu notieren, um den Zeitpunkt für den Ausstieg nicht zu verschlafen.
  • Ökostrom: Bei Ökostrom sollte man auf die anerkannten Ökostrom-Gütesiegel wie "ok-Power-Label" oder "Grüner Strom Label" achten. Die Gütesiegel garantieren: Der Strom kommt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und die Stromanbieter fördern den Ausbau der regenerativen Energien. Manche andere Zertifikate garantieren das nicht.

Geldersparnis durch automatische Wechselanbieter

Jedes Jahr zu einem günstigeren Anbieter wechseln, kann anstrengend sein und kostet Zeit. Dienstleister wie Esave, Switchup, Wechselpilot und Wechselstrom helfen den Kunden langfristig beim Stromanbieterwechsel. Ziel der Anbieter ist es daher, die Stromtarife regelmäßig zu vergleichen und bei Bedarf die Kündigung zu übernehmen. Die Wechselanbieter finanzieren sich meist über eine Provision von 20 bis 30 Prozent der erzielten Ersparnis. Trotzdem können Kunden mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Außerdem sollten Kunden darauf achten, dass mögliche Anmelde- oder Wechselgebühren erst bei Lieferbeginn eingezogen werden. Diese Forderung sollte nur der neue Anbieter, keinesfalls der alte Anbieter einziehen.

Maximale Ersparnis durch Vergleichsrechner

Beachtet der Kunde die Kündigungsfrist, kann er selbständig den Anbieter wechseln. Dann können provisionsfreie Vergleichsrechner wie Verivox oder Check24 helfen. Aber Vorsicht: Oft rechnen die Vergleichsportale einen Wechselbonus in den Strompreis ein. Da der Bonus meist im zweiten Jahr wegfällt, erhöht sich der Strompreis dann teils drastisch.

Vergleichen lohnt sich

In den meisten Fällen lohnt sich ein Stromanbieterwechsel. Die unbegründete Angst, bei einem Wechsel plötzlich ohne Strom dazustehen, hindert jedoch viele Kunden aktiv zu werden. Sollte ein Wechsel nicht einwandfrei funktionieren, springt übergangsweise der örtliche Grundversorger ein.