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So belastet der US-Handelsstreit mit China Europas Firmen | BR24

© Wurzel, Steffen

Die europäische Handelskammer in Peking zieht Bilanz aus dem letzten Jahr und gibt die Sorgen der Unternehmen wieder.

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So belastet der US-Handelsstreit mit China Europas Firmen

Die europäischen Unternehmen profitieren nicht vom Handelskrieg zwischen Washington und Peking – ganz im Gegenteil: Aus diesen Gründen leiden die Unternehmen unter den Spannungen.

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Die beiden führenden Volkswirtschaften der Welt befinden sich in einem Handelskrieg: Die Strafzölle, mit denen sich die USA und China gegenseitig das Leben schwer machen, nehmen immer größere Ausmaße an. Die Folgen des Handelskonflikts bekommen auch europäische Firmen zu spüren. Denn die Rechnung, dass Chinesen statt bei US-Firmen einfach mehr bei europäischen Konkurrenten bestellen, scheint nicht aufzugehen.

Europäische Firmen fürchten Unsicherheit in China

Mehr als jedes dritte EU-Unternehmen, das in China tätig ist, wird negativ beeinflusst, so eine Umfrage der europäischen Handelskammer in Peking. Über 500 Unternehmen haben sich beteiligt. Knapp die Hälfte macht sich Sorgen um die nachlassende Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft.

"Die Spannungen werden als weiterer Unsicherheitsfaktor wahrgenommen." Charlotte Roule, Vize-Vorsitzende der europäischen Handelskammer in Peking

Knapp ein Viertel der Unternehmen nannte als größte Sorge den Handelskonflikt zwischen den USA und China – auch der Anstieg der Arbeitskosten macht ihnen zu schaffen. Man muss aber beachten: Befragt wurden die Firmen im Januar, auf einem Höhepunkt der US-chinesischen Spannungen.

Unternehmen einig mit Trumps China-Kritik

Viele der befragten Unternehmen haben sich der Kritik von US-Präsident Donald an der chinesischen Wirtschaftspolitik angeschlossen: China müsse seinen Markt weiter öffnen. 20 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, sie würden zu Technologietransfers zugunsten der chinesischen Geschäftspartner gezwungen - das sind doppelt so viele wie vor zwei Jahren.

Firmen beklagen: Geistiges Eigentum in Gefahr

Etwa die Hälfte der Unternehmen schätzten den Schutz geistigen Eigentums als "unzulänglich" ein. Außerdem würden sie im Vergleich zu chinesischen Firmen ungleich behandelt. Zum Beispiel hätten staatliche Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen Vorrang. Mehr als die Hälfte der Firmen bilanziert: Im vergangenen Jahr ist es schwieriger geworden, Geschäfte zu machen. Das liege vor allem an "schwammigen Regeln und Vorschriften".