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Der Münchner Chemie- und Elektronikkonzern Wacker hält rund ein Drittel der Anteile an Siltronic. Der Verkauf soll den Konzernumbau finanzieren.

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    Siltronic-Verkauf wohl in trockenen Tüchern

    Der Verkauf des Münchner Chipherstellers Siltronic an einen Wettbewerber aus Taiwan steht wohl kurz bevor. Kartellbehörden und Politik hätten keine Einwände, meldet die Firmenspitze.

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    Von
    • Dirk Vilsmeier
    • Lukas Graw

    Der Chef des Münchner Chip-Zulieferers Siltronic, Christoph von Plotho, geht davon aus, dass die Übernahme durch den taiwanesischen Wettbewerber GlobalWafers ohne größere Hindernisse ablaufen wird. Weder bei Kartellbehörden noch der Politik seien bislang größere Hürden zu erkennen. Mit der geplanten Fusion würden sich die Nummer drei und Nummer vier des Weltmarktes für Wafer, also hauchdünne Siliziumscheiben für die Produktion elektronischer Bauteile, zusammentun - und damit möglicherweise zum Marktführer aus Japan, Shinetsu, aufschließen.

    Allerdings könnte die Bundesregierung den Verkauf auch aktuell noch blockieren. Das ermöglicht das Außenwirtschaftsgesetz beim Verkauf von Technologiefirmen. An Siltronic ist unter anderem Wacker Chemie beteiligt - Wacker besitzt aktuell knapp ein Drittel der Anteile im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro.

    Großanteilseigner Wacker Chemie will Geld in Konzernumbau stecken

    Das durch den Verkauf frei werdende Geld soll bei Wacker Chemie in den Umbau des Konzerns fließen, sagte Noch-Konzernchef Rudolf Staudigl dem "Handelsblatt". Er zeigte sich zufrieden mit der derzeitigen Lage des Konzerns. Trotz des Verkaufs von Siltronic und des abgeschlossenen Liefervertrags mit dem Corona-Impfstoff-Produzenten Curevac wolle der Konzern zunächst keine größeren Firmenzukäufe tätigen. Staudigl wird sich nach der am kommenden Mittwoch stattfindenden Hauptversammlung in den Ruhestand begeben, sein Nachfolger wird das Vorstandsmitglied Christian Hartel.

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