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Mitarbeiter von Siemens sollen auch künftig mehr von zu Hause oder unterwegs arbeiten können. Entsprechende Pläne hat der Vorstand beschlossen. Ziel sei es, dass jeder Beschäftigte zwei bis drei Tage in der Woche mobil arbeiten könne.

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Siemens will mobiles Arbeiten auch nach Corona beibehalten

Mitarbeiter von Siemens sollen auch künftig mehr von zu Hause oder unterwegs arbeiten können. Entsprechende Pläne hat der Vorstand beschlossen. Ziel sei es, dass jeder Beschäftigte zwei bis drei Tage in der Woche mobil arbeiten könne.

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Von
  • Gabriel Wirth

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten viele Beschäftigte derzeit von zu Hause aus. Und dieser Trend könnte sich auch nach der Krise fortsetzen - zumindest haben bereits viele Unternehmen angekündigt, auch künftig verstärkt aufs Homeoffice zu setzen. Jetzt gibt es dazu auch einen ziemlich konkreten Vorstandsbeschluss von Siemens.

Siemens will nicht nur Homeoffice, sondern mobiles Arbeiten fördern

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten von Siemens weltweit sollen demnach künftig an zwei bis drei Tagen in der Woche weder ins Büro noch ins Werk müssen. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass ortsunabhängiges Arbeiten viele Vorteile biete und in weitaus größerem Rahmen möglich sei als ursprünglich angenommen, heißt es. Dabei bezieht sich Siemens explizit nicht allein auf das Homeoffice, sondern auf das mobile Arbeiten, von unterwegs aus, also von wo auch immer.

Das Konzept, das während der Corona-Pandemie erarbeitet worden sei, solle sofort umgesetzt werden. Es gelte für mehr als 140.000 Mitarbeiter an rund 125 Standorten in 43 Ländern.

Siemens kündigt neue Unternehmenskultur an

Der designierte Vorstandschef Roland Busch spricht von einer Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Damit verbunden sei auch ein anderer Führungsstil, der sich an Ergebnissen orientiere und nicht an der Präsenz im Büro, so Busch.

Jeder Mitarbeiter solle - in Absprache mit seinem Vorgesetzten - den Arbeitsort wählen, an dem er am produktivsten sei. Das könnten auch gemeinsame Büros außerhalb der Siemens-Standorte sein, etwa wenn der Weg dorthin kürzer ist. Absprachen seien etwa durch Online-Konferenzen möglich, von denen es schon jetzt bei Siemens über 800.000 pro Tag gebe.

Zurückhaltung bei Vertretern der Arbeitnehmer

Bei Arbeitnehmervertretern stößt der Plan dagegen auf eine gewisse Zurückhaltung. Zwar zeigt man sich bei der IG Metall gesprächsbereit, verweist aber auch auf viele offene Fragen, wie zum Beispiel die Arbeitszeit- und Leistungskontrolle sowie die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes.

Dies seien zentrale Themen der Mitbestimmung und müssten in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Dafür reiche ein Konzept des Vorstandes nicht, heißt es bei der IG Metall. Hinzu kommt, dass beim Arbeitsschutz der Gesetzgeber Auflagen macht.

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