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Siemens Mobility: Bayern wäre zentrales Fertigungsland | BR24

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Schon seit Monaten steht die geplante Fusion der Siemens-Bahnsparte mit der französischen Alstom auf der Kippe. Die EU-Kommission hat massive Bedenken – aus Wettbewerbsgründen. Die Industrie argumentiert dagegen.

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Siemens Mobility: Bayern wäre zentrales Fertigungsland

Schon seit Monaten steht die geplante Fusion der Siemens-Bahnsparte mit der französischen Alstom auf der Kippe. Die EU-Kommission hat massive Bedenken – aus Wettbewerbsgründen. Die Industrie argumentiert dagegen.

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Egal wie das Tauziehen ausgeht: Vor allem an bayerischen Siemens-Standorten beobachtet man die Entwicklung mit Spannung. Die Industrie dagegen argumentiert: Nur mit einem europäischen Großunternehmen könne man gegen die übermächtige Konkurrenz aus China bestehen. Denn: Wäre Siemens Mobility ein eigenständiges Unternehmen, es würde aus dem Stand zu den deutschen Industrie-Riesen gehören.

Bayern als zentrales Fertigungsland von Siemens Mobility

Allein hierzulande hat die Bahntechnik-Sparte nach Firmenangaben rund 11.000 Beschäftigte. Die Hälfte davon arbeitet an den bayerischen Standorten Erlangen, Nürnberg und München. Aus Franken kommt unter anderem Antriebstechnik, die dann in Krefeld und Wien bei der Endmontage in Züge verbaut wird.

Zukunftsbereich "Digitalisierung im Bahnbereich"

Darüber hinaus wird in Erlangen und Nürnberg viel entwickelt. Außerdem sitzen dort zahlreiche Spezialisten für Signaltechnik. Gerade die Digitalisierung von Zügen und Strecken gilt in der Bahnbranche als entscheidendes Zukunftsfeld. In München-Allach wiederum entwickelt und baut Siemens Lokomotiven. Dort sitzt auch eine Digital-Abteilung, auf die man besonders stolz ist.

Welche Entscheidung sei "langsam egal" - Hauptsache, es gibt eine

Sie wertet Daten von Lokomotiven im Kundeneinsatz aus und kann so frühzeitig auf drohende Probleme hinweisen. Das Tauziehen um die mögliche Alstom-Fusion empfindet man an den Standorten als Belastung. Vertreter von Management und Belegschaft sagten dem Bayerischen Rundfunk, inzwischen sei es fast schon egal, welche Entscheidung falle. Wenigstens wisse man dann, woran man sei.