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Siemens Healthineers verfehlt Renditeziel | BR24

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Die Medizintechnik-Sparte von Siemens hat wegen des holprigen Anlaufs ihres neuen Labordiagnostik-Systems die selbst gesteckten Renditeziele verfehlt.

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Siemens Healthineers verfehlt Renditeziel

Siemens Healthineers hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgestellt. Die gesteckten Renditeziele wurden verfehlt. Beim Umsatz lag der Konzern jedoch über dem Vorjahresniveau.

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Die Medizintechnik-Sparte von Siemens hat wegen des holprigen Anlaufs ihres neuen Labordiagnostik-Systems die selbst gesteckten Renditeziele verfehlt. Die bereinigte operative Ergebnismarge lag im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) mit 17,3 (2017/18: 17,2) Prozent nur leicht über Vorjahr, aber unterhalb der 17,5 Prozent, die Siemens Healthineers im August in Aussicht gestellt hatte.

Bildgebende Verfahren mit starkem Schlussspurt

Beim Umsatz übertraf Siemens Healthineers mit 14,5 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 5,8 Prozent, weil die dominierende Sparte Bildgebung (Röntgen, MRT, CT) im Sommer einen Endspurt hinlegte, wie das Unternehmen in Erlangen mitteilte. Der Gewinn nach Steuern sprang um 24 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 70 auf 80 Cent je Aktie steigen.

"Dank eines starken Jahresendspurts haben wir im Geschäftsjahr 2019 unsere Wachstumsprognose klar übertroffen. Beim bereinigten Ergebnis haben wir ebenfalls deutlich zugelegt, auch wenn die bereinigte Ergebnismarge angesichts einer schwächeren Entwicklung bei Diagnostics leicht unterhalb unserer Erwartungen lag." Bernd Montag, Siemens Healthineers AG

Von den "Atellica"-Laborstraßen, dem Hoffnungsträger der Diagnostik-Sparte, hat Siemens Healthineers im abgelaufenen Geschäftsjahr 1820 Exemplare ausgeliefert. Im Sommer hatte Vorstandschef Bernd Montag das Ziel von 2200 bis 2500 auf 1800 gesenkt. Bis die Sparte eine operative Umsatzrendite von rund 15 Prozent erreicht, werde es bis 2024 dauern, räumte Siemens Healthineers ein. Bisher sollte sie das bis 2022 schaffen.