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Siemens Energy steigt aus der Kohle aus | BR24

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Siemens Energy will aus dem Geschäft mit der Kohleverstromung aussteigen.

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Siemens Energy steigt aus der Kohle aus

Siemens Energy will aus dem Geschäft mit der Kohleverstromung aussteigen. Knapp sechs Wochen nach der Ausgliederung aus dem Mutterkonzern und dem Börsengang sorgt der Energietechnik-Spezialist damit für einen Paukenschlag.

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Von
  • Stephan Lina

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung kommt unerwartet, denn bisher machen fossile Energien noch einen erheblichen Anteil des Geschäftes von Siemens Energy aus. Doch nun ist die Zeit für die Kohle für Siemens Energy abgelaufen. Zeitgleich zur erstmaligen Vorlage einer Jahresbilanz kündigte Konzernchef Christian Bruch am Morgen einen radikalen Kurswechsel an. Zwar hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder geheißen, das Unternehmen wolle sich auf nachhaltige Energien fokussieren, einen konkreten Zeitplan hatte man bis dato aber nicht genannt. Dieser liegt nun vor. Die Entscheidung zum Ausstieg gelte ab sofort, sagt Christian Bruch:

Bruch: "Weg zur Nachhaltigkeit muss hier beginnen"

"Die Kohlekraftwerke der Welt stoßen heute jährlich rund 10 Gigatonnen CO2 aus und gehören damit zu den größten CO2-Emittenten. Und der Weg zur Nachhaltigkeit muss aus unserer Sicht genau hier beginnen," so Bruch. Siemens Energy habe sich deshalb entschieden, sich mit sofortiger Wirkung nicht mehr an Ausschreibungen für ausschließlich mit Kohle befeuerten Kraftwerken zu beteiligen.

"Welche konkreten Folgen diese Entscheidung für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und unsere Organisation haben wird, das prüfen wir jetzt mit der gebotenen Sorgfalt." Konzernchef Christian Bruch

Siemens Energy veröffentlicht rote Jahreszahlen

Zeitgleich veröffentlichte Siemens Energy erstmals als eigenständiges Unternehmen Jahreszahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Auftragsbestand auf 79 Milliarden Euro. Der Umsatz schrumpfte um 5 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von rund 1,8 Milliarden Euro an.

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