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Siemens-Chef Kaeser verspricht: Keine Entlassungen wegen Corona | BR24

© dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Archivbild: Siemens-Chef Joe Kaeser

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    Siemens-Chef Kaeser verspricht: Keine Entlassungen wegen Corona

    Siemens will keine Stellen abbauen wegen der Corona-Krise. Das sagte Konzernchef Joe Kaeser in einem Interview. Auch sonst sieht der scheidende Chef den Weltkonzern im Umbau gut aufgestellt und mit vollen Auftragsbüchern.

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    "Wegen einer vorübergehenden Beschäftigungsschwankung wird bei Siemens niemand das Haus verlassen", sagte der scheidende Konzernchef Joe Kaeser im Interview der "Passauer Neuen Presse" (PNP). Er äußerte sich dabei zum Coronavirus und den allgemeinen Geschäftsaussichten des Mischkonzerns.

    Es sei etwas ganz anderes, Siemens an strukturelle Veränderungen anzupassen – etwa im Bereich fossiler Kraftwerkstechnik, wo der Trend nun einmal zu Erneuerbaren Energien gehe. In einer vorübergehenden Krise aber stehe außer Frage: "Wir stehen das miteinander durch! Und wenn die Krise vorbei ist und es wieder aufwärts geht, dann packen wir miteinander an."

    Siemens-Produkte von Gesundheitstechnik bis zu Energie "braucht die Welt"

    Kaeser räumte aber ein, dass eventuell mehr Siemens-Mitarbeiter in Kurzarbeit müssten. Bislang sei das bei Siemens mit derzeit etwa 1.600 von mehr als 120.000 Beschäftigten in Deutschland aber nur in sehr geringem Umfang der Fall. Den Konzern sieht Kaeser zur Bewältigung der Krise gut gerüstet. Das Ausmaß dieser Krise werde viel einschneidender als die globale Finanzkrise 2008 werden. Siemens werde die Krise aber vermutlich gut überstehen:

    "Wir haben Produkte, die die Welt auch nach Corona braucht – von Gesundheitstechnik bis Energie", sagte Kaeser. Der scheidende Konzernchef, der bis Oktober die Führung nach und nach an seinen Stellvertreter Roland Busch abgeben wird, verwies dabei auch auf die Finanzen:

    "Wir haben ausreichend Liquidität – auch für eine längere Zeit, und unser Auftragsbestand liegt aktuell bei fast 150 Milliarden Euro." Siemens-Chef Joe Kaeser

    Siemens besorgt Schutzmasken und liefert 3D-Drucker

    Dem Staat hilft Siemens im Kampf gegen die Krise laut Kaeser mit der Beschaffung von dringend benötigten Schutzmasken. Dazu nutze der Konzern sein weltweites Einkaufsnetz und habe zunächst drei Millionen Masken besorgt. "Eine Million brauchen wir selbst bei Siemens, eine Million bekommt Bayern, eine Million der Bund", so Kaeser.

    Das Unternehmen habe zudem sein Netzwerk an 3-D-Druckern für die Produktion von hochwertigem Schutzmaterial geöffnet. Die Produktion von Beatmungsgeräten solle besser den Spezialisten überlassen werden.

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