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Siemens-Chef Kaeser stellt sich weiter gegen Rassismus | BR24

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Siemens-Chef Joe Kaeser kritisierte auf Twitter die AfD-Politikerin Alice Weidel für Äußerungen, die er als rassistisch empfand. Er wurde dafür beschimpft und bedroht. Im B5 "Interview der Woche“ erklärte er, dass er weiter Stellung beziehen will.

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Siemens-Chef Kaeser stellt sich weiter gegen Rassismus

Siemens-Chef Joe Kaeser kritisierte auf Twitter die AfD-Politikerin Alice Weidel für Äußerungen, die er als rassistisch empfand. Er wurde dafür beschimpft und bedroht. Im "B5 Interview der Woche" erklärte er, dass er weiter Stellung beziehen will.

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© picture alliance / Sven Simon

Siemens-Chef Joe Kaeser am Rednerpult

Joe Kaesers Stellungnahme zu Rassismus und Ausgrenzung schlägt bis heute hohe Wellen. Der Siemens-Chef bedauert seinen Tweet aber nicht. Es sei wichtig, gesellschaftliche Verantwortung nicht nur in Sonntagsreden zu übernehmen, sagte Kaeser dem Bayerischen Rundfunk.

"Es ging darum, dass die Äußerungen, die im Bundestag getätigt wurden, rassistisch waren, Ausgrenzung bedeutet haben und sehr stark an eine Tonalität erinnert haben, die die deutsche Geschichte zu ihren dunkelsten Flecken überhaupt geführt hat. Und ich glaube, man sollte nicht schweigen. Es haben damals beim Nationalsozialismus zu viele Menschen geschwiegen, bis es zu spät war. Und das darf uns in Deutschland nicht wieder passieren." Joe Kaeser

Dazu komme, dass es für die hiesige Wirtschaft und Unternehmen wie Siemens verheerend wäre, wenn Nationalismus und Rassismus salonfähig würden. Deutschland lebe vom Export und von möglichst offenen Grenzen. Gerade Großkonzerne seien weltweit aufgestellt, mit Mitarbeitern und Kunden jeder Hautfarbe und Religion. Neben humanistischen Werten gehe es deshalb auch um handfeste geschäftliche Interessen.