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Asien-Pazifik-Ausschuss: Siemens-Chef soll China Paroli bieten | BR24

© Rainer Jensen / Picture Alliance

Verhandlungssicher mit China? Siemens-Chef Joe Kaeser in Peking

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Asien-Pazifik-Ausschuss: Siemens-Chef soll China Paroli bieten

Wichtige Märkte außerhalb Europas liegen für die deutsche Wirtschaft in der Asien-Pazifik-Region. Jetzt führt Siemens-Chef Joe Kaeser den Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft an. Die Erwartungen an ihn sind hoch.

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Im Asien-Pazifik-Ausschuss bündeln die deutschen Unternehmen ihre Interessen. Träger des Ausschusses sind unter anderem Wirtschaftsverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Joe Kaeser übernimmt für fünf Jahre den Vorsitz. Ein Schwerpunkt von Joe Kaesers neuem Zusatz-Job wird natürlich China sein. Doch der Siemens-Chef hat auch andere Länder in Asien auf dem Schirm.

Kaeser: Politischer CEO und Malaysia-Kenner

"In diesen bewegten Zeiten müssen wir unsere Positionen überall in Asien, nicht nur in China, selbstbewusst vertreten und die Beziehungen ausbauen. Deutschland steht wie kaum ein anderes Land für offenen und fairen Handel." Siemens-Chef Joe Kaeser

Schon seine Vorgänger Heinrich von Pierer und Peter Löscher haben den Asien-Pazifik-Ausschuss geführt. Dass nun auch Joe Kaeser gebeten wurde, diesen Posten zu übernehmen, dafür spricht einiges: Er selbst ist im Siemens-Vorstand für die Region zuständig und er kennt vor allem Malaysia gut, wo er zeitweise gelebt hat. Vor allem gilt er aber als politischer CEO, der sich nicht zuletzt über Twitter zu Wort meldet.

Das erwartet die deutsche Wirtschaft vom Siemens-Chef

Aber es könnte ein schwieriger Spagat werden für Joe Kaeser. Denn es werden deutliche Ansagen von ihm erwartet: Zum Beispiel, dass die Regierung in Peking ihre Märkte stärker öffnen soll. Dazu braucht es diplomatisches Geschick. Denn Joe Kaeser muss im Namen aller Unternehmen mit einer starken Stimme sprechen und gleichzeitig die eigenen Interessen wahren. Kaeser wird in Zukunft mit Peking zum Beispiel über die Mitarbeit deutscher Unternehmen an der neuen Seidenstraße verhandeln. Hier plant China milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur vieler Länder.