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Service-Ticker Corona: Bayern hält an Soforthilfe fest | BR24

© picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Service-Ticker Wirtschaft: Tipps und Hilfe in der Corona-Krise

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    Service-Ticker Corona: Bayern hält an Soforthilfe fest

    Anders als Nordrhein-Westfallen können Betriebe in Bayern weiter mit Soforthilfe rechnen. Unternehmen wollen mehr Klarheit, wie es weitergeht. Das und viele weitere Informationen für die Wirtschaft hier im Service-Ticker der BR-Wirtschaftsredaktion.

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    Dienstag, 14. April

    Derzeit KEINE Engpässe bei Intensivbetten

    In den Krankenhäusern in Deutschland sind nach den Worten von RKI-Präsident Lothar Wieler aktuell ausreichend Intensivbetten und Beatmungsgeräte vorhanden, um die Krise zu beherrschen. "Bei der derzeitigen Dynamik werden keine Engpässe prognostiziert", sagt Wieler in Berlin.

    Donnerstag, 9. April

    11:30 Bayern zahlt weiter Soforthilfe

    Während Nordrhein-Westfalen die Auszahlung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen wegen Betrugsversuchen stoppt, hält Bayern an der Auszahlung fest. Die Hilfen liefen weiter, sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums in München. Aus Bayern seien keine Betrugsversuche bekannt. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hatte den dortigen Stopp der Auszahlungen in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) beschlossen.

    Mittwoch, 8. April

    15:22 DIHK will mehr Klarheit

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dringt auf Informationen darüber, wie der derzeitige Shutdown wegen der Coronavirus-Pandemie gelockert werden könnte. Auch wenn der Zeitpunkt heute noch nicht feststehen könne, so bräuchten die Unternehmen doch rechtzeitig Informationen dazu, unter welchen Bedingungen und mit welchen Vorgaben sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten wieder schrittweise beginnen oder ausweiten können, forderte DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben in Berlin. Die Unternehmen benötigten seinen Worten nach einen zeitlichen Vorlauf, um gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen im eigenen Betrieb zu treffen und so am Tag X dann auch sofort starten zu können. Einer Umfrage des Verbands nach sehen sich fast ein Fünftel (18 Prozent) der Unternehmen von Insolvenz bedroht.

    14:22 Knorr-Bremse weitet Kurzarbeit aus

    Beim Fahrzeugzulieferer Knorr-Bremse wurde die Kurzarbeit auf fast alle deutschen Standorte ausgeweitet. Mittlerweile seien nun insgesamt rund 4.000 Mitarbeiter betroffen, wie eine Sprecherin des Münchner Unternehmens sagte. Die Maßnahme gilt zunächst für drei Monate. Grad und Dauer könnten aber von Standort zu Standort abweichen. In der Verwaltung wird der Sprecherin zufolge meist etwa 20 Prozent reduziert, in der Produktion meist um 60 Prozent. Viele der Kunden hätten mehrwöchige Pausen eingelegt und daran müsse man sich jetzt anpassen, erklärte Unternehmenschef Bernd Eulitz.

    12:00 BMW produziert Atemmasken

    "Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren". BMW-Chef Oliver Zipse in München. Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend sollen bis zu 100 000 Masken am Tag produziert werden. Die Masken sind den Unternehmensangaben nach sowohl für die Mitarbeiter an den Standorten, sie könnten aber auch an andere Einrichtungen abgegeben werden.

    Dlenstag, 7. April

    14:00 Söder mahnt österliche Geduld an

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder appelliert mit Blick auf die kommenden Tage und das Osterwochenende: "Das Wetter verführt einen auch." Viele wollten jetzt wieder mehr Freiheit genießen. "Es kommt darauf an, dass wir jetzt eines haben: Geduld", mahnt Söder. "Geduld rettet Leben, Ungeduld gefährdet Leben."

    13:00 Dauer der Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg offen

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann lässt offen, wann die Kontaktbeschränkungen gelockert werden können. "Wir können nur soviel sagen: Es wird Schritt für Schritt gehen", sagt Kretschmann in Stuttgart. "Bis dahin kann ich Sie nur um eiserne Geduld bitten." Bislang sind die bundesweiten Einschränkungen bis zum 19. April befristet.

    10:00 Neue App erkennt Symptome

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) präsentiert eine neue App zum Erkennen von Krankheits-Symptomen. Die App stehe ab heute zur Verfügung und kann auf Fitnessarmbändern oder Smartwatches installiert werden. Die App sendet dann anonymisierte Daten über Symptome wie höhere Temperatur oder auch schlechten Schlaf, die auf Atemwegserkrankungen hinwiesen.

    Montag, 6. April

    14:00 Bund beschließt 100-prozentige Staatshaftung

    Die Bundesregierung will mit schnellen Krediten der staatlichen Förderbank KfW eine Pleitewelle im Mittelstand verhindern. Kleine und mittlere Betriebe sollen - je nach Größe - ohne Risikoprüfung und bei 100-prozentiger Staatshaftung Kredite von bis zu 800.000 Euro erhalten können. Die neuen Schnellkredite für Mittelständler sollen innerhalb weniger Tage kommen. "Wenn es klappt, können die Banken am Donnerstag loslegen mit der Bearbeitung der Sachen", sagt Finanzminister Olaf Scholz in Berlin.

    13:00 Onlinehandel mit starkem Umsatzminus

    Der Onlinehandel hat im März binnen Jahresfrist gut 18 Prozent Umsatz eingebüßt, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) mit. Einzig die Kategorien, die auch im Einzelhandel stark nachgefragt wurden, konnten deutliche Zuwächse verzeichnen: Lebensmittel, Drogeriewaren, Medikamente und Do-it-yourself- beziehungsweise Baumarkt-Sortimente.

    9:00 Verbraucherstimmung deutlich gedrückt

    Das HDE-Konsumbarometer fällt auf seinen tiefsten Stand seit Beginn der Befragungen im Oktober 2016, teilt der Handelsverband HDE mit. Für die kommenden Monate sei mit einem deutlichen Rückgang des Konsums zu rechnen, die Krise sei bei den Verbrauchern angekommen.

    Freitag, 3. April

    Der Paket-Dienstleister DHL meldet nach einigen Wochen Corona-Krise mittlerweile wieder steigende Paketzahlen. Die Menge liegt den Angaben nach mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahres zu dieser Zeit. Die DHL rechnet zudem mit einem weiteren Anstieg zu Ostern. Der sehr plötzliche Anstieg in ihrem Netzwerk zeige, dass gerade auch kleine Händler verstärkt auf DHL setzten, um ihre Waren auch bei Schließung der Ladenlokale an den Konsumenten zu bringen», erklärt Post-&-Paket-Vorstand Tobias Meyer. Es könne dadurch auch vereinzelt zu Verzögerungen kommen, etwa bei Abholungen. Man sei aber dabei, Kollegen aus derzeit weniger gefragten Bereichen - etwa dem Brief- oder dem Landfrachtgeschäft - vermehrt für die Pakete einzusetzen.

    Donnerstag, 2. April

    16:00 Amazon kommt mit Maske

    Sämtliche Mitarbeiter von Amazon in den USA und Europa müssen ab kommender Woche Gesichtsmasken tragen und sich Fiebermessungen unterziehen.

    12:00 EU: 100 Milliarden für Kurzarbeit, Landwirte und Fischerei

    Die EU-Kommission will für ihr Kurzarbeitmodell in der Corona-Krise einem internen Papier zufolge 100 Milliarden Euro am Kreditmarkt aufnehmen. Als Absicherung sollen Garantien von EU-Staaten dienen. Ein entsprechender Vorschlag soll im Laufe des Tages unterbreitet werden. Demnach sollen auch Darlehen für Landwirte im Rahmen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik erhöht werden. Ko-Finanzierungen durch die Mitgliedstaaten, die üblicherweise bei der Investition von EU-Mitteln in Infrastrukturprojekte anfallen, sollen nicht mehr nötig sein. Der Fischerei und der maritimen Wirtschaft sollen durch eine flexible Nutzung des entsprechenden EU-Fonds unter die Arme gegriffen werden.

    10:00 Ideen des Bundespräsidenten - Sofort umsetzbar

    "Wir können auch unseren Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen oder in unseren Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen", sagt Bundespräsident Steinmeier in einer Videobotschaft. Denkbar sei auch, Geld für gekaufte Eintrittskarten nicht zurückzufordern. Steinmeier verweist zudem auf Internetplattformen etwa für Freiwillige, die bei der Ernte helfen wollen.

    Mittwoch, 1. April

    16:30 Münchner Müllentsorgung bittet Bürger um Mithilfe

    Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) bittet, Problemabfälle, Baum- und Strauchschnitte oder Sperrmüll nicht über die Restmülltonne zu entsorgen. Papier und Pappe sollte möglichst zerkleinert werden, damit die Tonnen nicht so schnell voll sind.  Entsorgungen, die nicht zwingend notwendig sind, sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und bis dahin möglichst zwischengelagert werden

    16:00 Bekannte Unternehmen, die Staatshilfen beantragt haben

    CECONOMY (Mutter von Media Markt) hat entschieden, eine KfW-Finanzierung zu beantragen.

    GALERIA KARSTADT KAUFHOF hat ebenso wie Karstadt Sport beim Amtsgericht Essen ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt,

    LEONI: Der angeschlagene Autozulieferer bewirbt sich um Darlehen im Rahmen des Großbürgschaftsprogramms, bei dem der Bund und das Land Bayern zusammen 90 Prozent des Ausfallrisikos übernehmen.

    TUI: Der Reiseveranstalter bekommt wegen der Corona-Krise einen KfW-Überbrückungskredit über 1,8 Milliarden Euro.

    CONDOR: Die Ferienfluggesellschaft Condor hat einen Antrag auf Staatshilfe bestätigt, wollte sich aber zu der Summe oder zur Art der finanziellen Unterstützung nicht äußern.

    VAPIANO: Die seit längerem mit Problemen kämpfende Restaurantkette gab am 20. März ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt und fragte um staatliche Hilfe an.

    15:00: Industrie kommt mit digitalem Markptlatz für Desinfektionsmittel

    Die deutsche Pharma-und Chemieindustrie will über einen digitalen Marktplatz vor allem die Hilfe für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen bundesweit effizient koordinieren. Bereits in den kommenden Tagen soll die Plattform «Notversorgung Desinfektionsmittel» schrittweise freigeschaltet werden.

    10:45 Uhr: Bundesregierung will Start-ups kurzfristig helfen

    Zunächst sollen 2 Milliarden Euro fließen. Sie sind Bestandteil eines 10-Milliarden-Fonds für "zukunftsträchtige" Gründerunternehmen. Einzelheiten dazu hat das Bundeswirtschaftsministerium hier veröffentlicht.

    9:00 Uhr: Digitale Plattform für Kleinunternehmen

    Die Nürnberger SELLWERK GmbH&Co.KG verkauft dafür digitale Lösungen und bietet diese bis 30.6.2020 unentgeltlich an. https://sofortdigital.com/ . Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin ist dieses Hilfsangebot bereits mehrere hundert Male angeklickt worden.

    Das Unternehmen Sellwerk ist aus dem Zusammenschluss der Verzeichnisverlage Gelbe Seiten, Das Telefonbuch und das Örtliche entstanden.

    11:30 Uhr: Wirtschaftsministerium präzisiert Liste erlaubter Geschäfte

    Was geht noch und was ist nicht mehr erlaubt? Hier gab und gibt es immer noch zahlreiche Fragen. Das Wirtschaftsministerium in Bayern hat deshalb seine Positivliste überarbeitet und erklärt, was im Rahmen der Allgemeinverfügung erlaubt ist. Mit den Listen soll "Klarheit für Freiberufler und Unternehmen geschaffen werden", so Wirtschaftsminister Aiwanger. Damit soll deutlicher als bisher werden, was geht und was nicht geht. Alle Infos dazu auf den Seiten des Ministeriums.

    Montag, 23. März

    15:15 Uhr: Saisonarbeiter dürfen länger sozialversicherungsfrei arbeiten

    Angesichts drohender Personalengpässe in der Landwirtschaft sollen Regelungen für Saisonkräfte flexibler gestaltet werden. So sollen sie eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben können, wie das Bundesagrarministerium nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss mitteilte. Bisher ist dies nur für bis zu 70 Tage möglich.

    Das reduziere auch die Mobilität und damit die Infektionsgefahr heißt es. Zudem könnten Saisonarbeitskräfte, die schon in Deutschland sind und dies wollen, länger hier arbeiten. Dies helfe bei Ernte und Aussaat.

    14:50 Uhr: KfW startet ihr Sonderkreditprogramm

    Die staatliche Förderbank KfW hat ihr Sonderkreditprogramm gestartet. Schnell und unbürokratisch soll den Unternehmen jetzt zu Liquidität verholfen werden, so Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Die Mittel dafür seien unbegrenzt heißt es.

    Die Kreditbedingungen seien nochmals verbessert worden. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu drei Millionen Euro sollten weitere Erleichterung für die Wirtschaft schaffen. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen soll Banken und Sparkassen die Kreditvergabe erleichtern.

    Nach Angaben einer KfW-Sprecherin sind die ersten Anträge bei der Förderbank eingegangen und wurden bei Krediten von bis zu drei Millionen Euro auch bereits automatisiert zugesagt.

    Die Bundesregierung hat außerdem ein milliardenschweres Hilfsprogramm beschlossen.

    10:10 Uhr: IHK aktualisiert Liste von Geschäften die öffnen dürfen

    Die IHK München und Oberbayern hat ihre Liste der Geschäfte überarbeitet, die weiter geöffnet bleiben dürfen. Auf einer Corona-Unterseite der IHK informiert sie aber auch über Soforthilfen, Förderungen und Kurzarbeitergeld.

    08:35 Uhr: Plattform verbindet Unternehmen und Arbeitssuchende

    Ab Montagmittag versucht die Onlineplattform www.daslandhilft.de Landwirte und Unternehmen mit gerade unbeschäftigten Arbeitskräften zusammenzubringen. Vor allem in der Landwirtschaft fehlen zahlreiche Saisonarbeitskräfte. In anderen Bereichen gibt es dagegen gerade so gut wie keine Arbeit mehr, zum Beispiel der Gastronomie, dem Einzelhandel oder der Reisebranche.

    Organisiert wird die Plattform vom Bundesverband der Maschinenringe. Sie richtet sich aber nicht nur an die Landwirtschaft, sondern an alle systemrelevanten Branchen, die gerade Mitarbeiter suchen.

    Sonntag 22. März

    15 Uhr: Bis zu 15.000 Euro für Kleinunternehmen und Selbständige

    Kleine Unternehmen und Selbstständige sollen wegen der Corona-Krise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten. Die Hilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Ihr liege ein Gesetzesentwurf des Finanz- und Wirtschaftsministeriums vor, der am Montag vom Bundeskabinett und in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden soll.

    Dem Entwurf zufolge soll es für Kleinunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten geben, meldet die Agentur weiter. Bis zu 15.000 Euro können Betriebe bekommen mit bis zu zehn Beschäftigten.

    Eine Existenzbedrohung oder ein Liquiditätsengpass sollen von den Unternehmern bzw. Selbständigen dabei eidesstattlich versichert werden müssen. Der Bund will dafür bis zu 50 Milliarden Euro bereitstellen und rechnet dabei mit einer maximalen Ausschöpfung von drei Millionen Selbstständigen und Kleinstunternehmen.

    Samstag, 21. März

    11.30 Uhr: Solidarfonds: So sollen Lohnausfälle kompensiert werden

    Bereits in der Finanzkrise haben Gewerkschaften und Metall- und Elektroindustrie einen speziellen Tarifvertrag abgeschlossen. Das geschieht jetzt auch in der Corona-Krise. In Nordrhein-Westfalen wurde heute ein Abschluss erreicht, der auch für Bayern Pilotfunktion hat.

    In der Krise, von der keiner weiß, wie lange sie dauert und welche Folgen sie hat, sollen Firmen nicht weiter belastet, Beschäftigte aber unterstützt werden. So wird in jedem Unternehmen ein Sondertopf eingerichtet. Den füllen die Arbeitgeber mit 350 Euro pro Mitarbeiter. Wie das Geld verteilt wird auf jeden Einzelnen, das soll in Vereinbarungen dann im Betrieb festgelegt werden.

    Zum Beispiel könnte das Kurzarbeitergeld von nur 60 Prozent aufgestockt werden auf 80 Prozent des Nettolohnes. Die acht zusätzlichen freien Tage, die Eltern schon bisher tarifvertraglich erhalten, soll es künftig nicht nur für Kinder bis acht, sondern bis 12 Jahre geben. Und einmalig gibt es in diesem Krisenjahr fünf freie Tage obendrauf. Das Gehalt wird weiterbezahlt.

    Auf ein konkretes Gehaltsplus verzichtet die IG Metall diesmal, um Beschäftigung zu sichern. Das Zukunftspaket zum Umbau der Branche wird gepackt, wenn Corona sich nicht mehr ausweitet. Auf den Pilotabschluss haben auch die Tarifparteien in Bayern reagiert.

    Der Arbeitgeberverband vbm in Bayern will bis spätestens nächsten Dienstag entscheiden, ob er der Empfehlung zur Übernahme von Gesamtmetall folgt. Die bayerische IG Metall ist da einen Schritt weiter: sie will den Abschluss übernehmen und fordert ihr Gegenüber auf, das auch zu tun und zwar möglichst bald.

    07.00 Uhr: So schützen Sie sich vor Corona-Phishing-Mails

    Momentan herrscht bei vielen Verbrauchern Verunsicherung über verschiedenste Fragen. Betrüger setzen nach Beobachtung der Verbraucherzentralen derzeit wieder verstärkt auf Instrumente, die sie schon länger einsetzen: So genannte Phishing-E-Mails, bei denen zum Beispiel Bank-Daten abgegriffen werden sollen.

    „Ihre Sicherheit und Gesundheit und auch die unserer Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen“ – mit diesen Worten versuchen Betrüger derzeit, Verbraucher einzulullen. Sie verschicken E-Mails, die täuschend echt so aussehen, als kämen sie von einer Sparkasse.

    Um in den Zeiten der Coronakrise Bankgeschäfte per Telefon oder Internet sicherzustellen, sollen die Empfänger der Mail ihre Bankdaten prüfen und aktualisieren, heißt es - und zwar über einen Internet-Link. Der führt allerdings direkt zu Betrügern, die auf diese Weise sogenanntes "Phishing" betreiben, also das Abgreifen wichtiger Daten. Gleichzeitig berichten die Verbraucherzentralen darüber, dass es derzeit auch vermehrt Anrufe von Betrügern gebe, die behaupten, sie seien Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale.

    Die Betrüger versuchen oftmals den Angerufenen einzureden, sie könnten ihnen dabei helfen, Schulden, die sie haben, zu verringern – wofür aber eine Gebühr fällig werde. Dabei wenden die Betrüger oft eine Technik an, mit der sie eine gefälschte Telefonnummer auf dem Display der Angerufenen erscheinen lassen, nämlich die der Verbraucherzentrale Berlin. Was aber nichts daran ändert: Dahinter stehen Betrüger.

    Weitere Infos zu Phishing-Mails und wie sie diese erkennen können, finden Sie hier:

    Verbraucherzentrale Bayern: Wie Betrüger die Corona-Krise in E-Mails nutzen

    Freitag, 20. März

    16.50 Uhr: Neuer Terminplan für Abschlussprüfungen

    Das Bayerische Kultusministerium verschiebt wegen der Coronakrise die Prüfungen für Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen jeweils um 14 Tage. Im Gegensatz zum schon verschobenen Abitur beginnen diese Prüfungen planmäßig später. Die Hauptprüfungstage liegen jetzt zwischen dem 11. Mai und dem 6. Juli.

    Den neuen Terminplan für die Abschlussprüfungen stellt das Kultusministeriums hier bereit:

    Kultusministerium: Neuer Fahrplan für Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen

    12.30 Uhr: Landtag verabschiedet 10-Milliarden-Hilfspaket

    Mit nur einer Enthaltung hat der Landtag ein milliardenschweres Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft zur Überbrückung der Corona-Krise beschlossen. Die Fraktionen gaben am Donnerstag im Plenum grünes Licht für einen Nachtragshaushalt, der der Regierung unmittelbar Kreditermächtigungen von bis zu zehn Milliarden Euro ermöglicht.

    Damit verbunden hat der Landtag auch die in der Bayerischen Verfassung verankerte Schuldenbremse für ein Jahr ausgesetzt. Dies ist laut Verfassung "bei Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen" möglich.

    Die Abgeordneten stimmten dem Paket beinahe einstimmig zu: Nur der fraktionslose Abgeordnete Markus Plenk enthielt sich. Zuvor hatten die Haushaltspolitiker der Landtagsfraktionen in außergewöhnlicher Einmütigkeit die Verabschiedung des 10-Milliarden-Pakets befürwortet. Mit dem Paket sollen Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste vermieden werden.

    11.15 Uhr: Hilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige

    Die Bundesregierung plant offenbar ein milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige und andere Kleinstunternehmer, die von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Regierungskreise. Dafür wolle die Regierung bis zu 40 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

    Davon sollen zehn Milliarden Euro demnach als direkte Zuschüsse an notleidende Ein-Mann-Betriebe und Kleinstunternehmen vergeben werden, der Rest als Darlehen. Damit könnten die negativen wirtschaftlichen Folgen etwa für Musiker, Fotografen, Künstler, Heilpraktiker, Dolmetscher oder Pfleger abgemildert werden. Das Programm soll seine Mittel schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellen.

    In Deutschland gibt es bis zu fünf Millionen Solo-Selbstständige, die von den bisherigen Hilfen der Regierung in der Coronavirus-Krise kaum profitieren. Sie sollen jetzt zeitlich befristet Unterstützungen erhalten, um etwa Mieten und Leasinggebühren zahlen sowie betrieblichen Verpflichtungen nachkommen zu können.

    07.00 Uhr: Nach Streichungen: Lufthansa informiert über Umbuchungen

    In den kommenden Wochen bleiben fast alle Lufthansa-Flüge am Boden. Derzeit befinde sich das Unternehmen im "Ausnahmezustand", sagte der Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

    In der kommenden Woche seien nur noch rund 50 Flüge pro Tag plus einige Eurowings-Verbindungen geplant. Interkontinentalflüge starteten nur noch von Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich. Rund 700 der 763 Flugzeuge in der Konzernflotte stehen dann über viele Flughäfen verteilt am Boden. In Frankfurt wird dafür sogar die Nordwest-Landebahn gesperrt.

    Laut Konzernangaben ist das Service-Center aufgrund der zahlreichen Anfragen überlastet. Antworten auf die wichtigsten Fragen zu bestehenden Buchungen oder Flügen stellt die Lufthansa hier bereit:

    Lufthansa: Informationen zu flexiblen Umbuchungsmöglichkeiten

    Donnerstag, 19. März

    00.20 Uhr: EZB legt Corona-Notprogramm auf

    Europas Währungshüter legen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise nach: Am späten Mittwochabend überraschte die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit der Ankündigung eines neuen Notkaufprogramms für Anleihen.

    750 Milliarden Euro will die Notenbank in Staats- und Unternehmenspapiere stecken - vorerst. Das hilft Staaten wie Unternehmen: Sie müssen als Anbieter der Wertpapiere nicht so hohe Zinsen bieten, wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt.

    Das "Pandemic Emergency Purchase Programme" (PEPP) soll solange laufen, bis der EZB-Rat die Coronavirus-Krise für bewältigt hält - in jedem Fall jedoch mindestens bis zum Ende dieses Jahres. Die Währungshüter betonten, sie seien "ohne Einschränkung bereit, den Umfang ihrer Kaufprogramme zu erhöhen und deren Zusammensetzung anzupassen - und zwar so viel und so lange wie nötig".

    06.00 Uhr: Soforthilfeprogramm für Unternehmen und Freiberufler

    Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm für Betriebe und Freiberufler eingerichtet, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sind.

    • Wer bekommt Soforthilfe?

    Anträge können ab Mittwoch, 18.03.2020, von gewerblichen Unternehmen (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

    • Wie hoch ist der Zuschuss?

    Je nach Betriebsgröße werden zwischen 5.000 und 30.000 Euro gewährt, die bereits von Freitag (20. März) an ausgezahlt werden können. Die Soforthilfe wird unmittelbar auf das Konto des Antragstellers überwiesen.

    • Wo kann ich die Soforthilfe beantragen?

    Das Geld kann mit diesem Antrag schnell und unbürokratisch beantragt werden

    Wichtig: Die Anträge für die Soforthilfe sollen NICHT an das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geschickt werden. Zuständig für die Bearbeitung sind die örtlich zuständigen Bewilligungsbehörden, das heißt: Im Fall von München ist das die Landeshauptstadt und ansonsten sind die Bezirksregierungen zuständig.

    • Muss ich die Soforthilfe zurückzahlen?

    Bei der Soforthilfe handelt es sich nicht um einen Kredit oder ein Darlehen. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden.

    Hier alle wichtigen Links zum Thema:

    Mittwoch, 18. März

    18.30 Uhr: Neue Regelungen zur Kurzarbeit treten in Kraft

    Die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes kann ab sofort in Kraft treten: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete das Gesetz am Freitagabend. Es war zuvor im Schnellverfahren von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Die Reform soll die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung für den Arbeitsmarkt abfedern.

    • Was ist Kurzarbeit?

    Kurzarbeit soll verhindern, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter entlassen, weil der Betrieb aufgrund konjunktureller oder saisonaler Einflüsse nicht aufrecht erhalten kann. Das Coronavirus ist ein solcher Einfluss. Die Grundidee: Die Mitarbeiter arbeiten weniger oder gar nicht und bekommen dafür entsprechend weniger Lohn. Um den Lohnausausfall zumindest teilweise auszugleichen, springt die Bundesagentur für Arbeit ein und bezahlt einen Teil des Gehalts, das Kurzarbeitergeld.

    • Wer bekommt Kurzarbeitergeld?

    Kurzarbeitergeld erhalten nur Beschäftigte in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Es wird für bis zu zwölf Monate gewährt. Die Bundesregierung kann die Bezugsdauer per Rechtsverordnung auf bis zu 24 Monate verlängern.

    Eine vergleichbare Regelung für Solo-Selbständige beziehungsweise Freiberufler gibt es nicht.

    • Wer muss Kurzarbeit beantragen?

    Der Arbeitgeber beantragt nach Zustimmung des Betriebsrates (oder der Mitarbeiter, falls es keinen Betriebsrat gibt) bei der Agentur für Arbeit die Kurzarbeit - das Online-Formular findet sich hier.

    • Ab wann kann ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen?

    Nach den neuen Regeln kann Kurzarbeit beantragt werden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von einem Arbeitsausfall betroffen sind und dadurch mehr als zehn Prozent des Bruttogehalts verlieren. Kurzarbeit ist nicht von der Größe des Betriebs abhängig. Auch Leiharbeiter sind bezugsberechtigt. Für Auszubildende gelten leicht abweichende Vorgaben.

    • Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

    Kurzarbeitergeld wird nur für die ausgefallenen Arbeitsstunden bezahlt und beträgt für Beschäftigte mit mindestens einem Kind 67 Prozent (bei Kinderlosen 60 Prozent) der Differenz zum Nettogehalt. Außerdem bleibt die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Sozialversicherung und der betrieblichen Unfallversicherung bestehen.

    Nachteil: Der Arbeitnehmer verliert ein Drittel seines bisherigen Nettogehalts oder mehr - in Bezug auf die reduzierte Arbeitszeit . Das kann bei niedrigen Gehältern existenzgefährdend sein, allerdings ist in diesem Fall der Zugang zur Grundsicherung ("Hartz IV") gegeben.

    Hier alle wichtigen Links zum Thema: