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Service: Mobilität in Zeiten von Corona | BR24

© Picture Alliance/Andreas Gebert

Beim TÜV soll der Kontakt mit dem Kunden möglichst vermieden werden.

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    Service: Mobilität in Zeiten von Corona

    Ob Reifenpanne, Unfall oder TÜV: Auch in Zeiten der Corona-Pandemie bieten KFZ- und Motorrad-Werkstätten weiterhin Termine. Doch auch hier gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen.

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    In der Corona-Krise haben die meisten der rund 7000 bayerischen KFZ- Innungsbetriebe geöffnet und führen alle fahrzeugtechnisch notwendigen Leistungen durch. "Unfallinstandsetzung, klassische Reparaturen auch Inspektionen werden gemacht, weil sonst unter Umständen Garantiearbeiten später nicht mehr möglich sind", sagt Carl Singer von Auto Singer in Marktoberdorf

    Auf den Websites mit Beratungstelefonaten können sich Interessenten auch jetzt über Angebote informieren oder ein Fahrzeug reservieren. Aufgrund der Corona-Verordnung ist aber momentan der direkte Verkauf von Fahrzeugen, Zubehör und Bekleidung vor Ort ausgesetzt.

    Kontaktlose Service

    Termine sollten wenn möglich vorab telefonisch vereinbart werden, viele Werkstätten bieten auch im Internet Anmeldeformulare an. Trotzdem kann im Notfall bei den meisten Betrieben an der Tür geklingelt werden. Auch dann sollten die Fahrzeughalter aber nicht unaufgefordert eintreten und auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Mitarbeitern achten. Oft funktioniert jetzt die Fahrzeugübernahme und -übergabe komplett kontaktlos, zum Beispiel per Schlüsseleinwurf in den Briefkasten.

    TÜV ohne extra Wartezeiten

    Auch bei der neuen TÜV-Plakette sollten Fahrzeughalter besondere Schutzmaßnahmen beachten."Die Kunden sollten bitte beide Seitenscheiben öffnen und die Lüftung, Klimatisierung ausschalten, bevor sie das Fahrzeug verlassen", empfiehlt Vincenzo Lucà von TÜV SÜD mobility.

    Der Prüfer übernimmt das Fahrzeug und übergibt es nach der technischen Überprüfung wieder möglichst kontaktlos. Bevorzugte Zahlungsart ist beim TÜV, wie in den meisten Werkstätten derzeit die EC-Karte. Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, ist der Zutritt zu Prüfhallen tabu, dasselbe gilt für Werkstätten und Autohöfe.

    Gewohnter Zweirad-Service für die Sommersaison

    Enger persönlicher Kontakt wird auch beim Motorradservice vermieden. Für seine Kunden hat zum Beispiel Motorrad Mayer in Landshut einen Fahrer für den Hol- und Bringservice organisiert, für Kunden, die in einem Umkreis von rund 80 Kilometern wohnen. "Der Kunde stellt sein Fahrzeug in die Garage, oder draußen hin und braucht nicht extra draußen herumfahren", erklärt Hermann Ziegler von Motorrad Mayer in Landshut.

    Kreative Radwerkstätten

    Zu Beginn der Radsaison achten auch die Fahrradmechaniker auf besondere Hygiene. Am Telefon oder im Netz bekommen jeder Kunden einen Code, etwa bei Andreas Pickert von Andi's Radlwerkstatt in München: "Ich habe Schlösser mit Zahlenkombinationen vor der Tür da kann man das Radl abstellen und wenn es fertig ist genauso wieder abholen."

    Bei ihm wird jetzt mit Einmalhandschuhen repariert und auch die Bezahlung von Kleinreparaturen läuft - anders als üblich - per Rechnung.

    Mobilitätsgarantie trotz Kurzarbeit

    Einige Betriebe haben für ihre Meister und Mechaniker vorübergehend Kurzarbeit angemeldet: Trotzdem bekommen Kunden innerhalb einer Woche einen Reparatur- oder Servicetermin. Bei teilweise eingeschränkten Öffnungszeiten bleibt so die Sicherheit in der privaten Mobilität auch in der Corona-Pandemie gewährleistet.

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