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Sensorspezialist AMS vollzieht Übernahme von Osram | BR24

© Margit Siller/BR

Osram Licht AG: EU-Kommission genehmigt Übernahme durch AMS

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Sensorspezialist AMS vollzieht Übernahme von Osram

Osram gehört ab jetzt zum österreichischen Sensorspezialisten AMS. Dieser hält nach mehreren Anläufen 69 Prozent am Münchener Lichttechnikkonzern. Die EU-Kommission hatte die Übernahme ohne Auflagen gebilligt. Heute bekommen die Aktionäre ihr Geld.

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Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung sollen die Siemens-Aktionäre am Nachmittag die Abspaltung der Energiesparte beschließen. Ausgerechnet heute wird auch das Schicksal einer anderen früheren Siemens-Tochter besiegelt: Osram.

Auch Osram war seinerzeit durch einen Spin-off abgetrennt vom Mutterkonzern abgetrennt worden, das war Mitte 2013. Alle damaligen Siemens-Aktionäre bekamen für jeweils zehn Aktien eine Osram-Aktie in ihr Depot gebucht. Es kamen schwierige Zeiten, schließlich zog sich Siemens ganz zurück. Damit war der Weg frei für AMS als neuen Großaktionär. Die Österreicher warben damit, durch den Zusammenschluss ihres Sensorgeschäfts mit den LED-Technologien von Osram neue Anwendungen erschließen zu können: für Autoindustrie, Medizintechnik und mobile Kommunikation.

EU-Kommission genehmigte Übernahme Anfang der Woche

Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union hatten die Osram-Übernahme durch den österreichischen Sensorspezialisten AMS am Montag ohne Auflagen gebilligt. Der Vorgang werde den Wettbewerb im Bereich der optischen Halbleiter nicht wesentlich reduzieren, teilte die EU-Kommission mit.

Spannender Übernahmekampf endet

Selten war ein Übernahmekampf spannender gewesen: Denn auch Finanzinvestoren zeigten Interesse. Heute ist AMS am Ziel, die Transaktion wird abgeschlossen. Alle Osram-Aktionäre, die auf das Übernahmeangebot eingegangen waren, bekommen 41 Euro je Aktie überwiesen.

Die einstige Siemens-Tochter Epcos, ebenfalls eine Abspaltung, wurde von einem japanischen Konzern übernommen und ist längst vom Kurszettel verschwunden. Der Halbleiter-Ableger Infineon schaffte nach einem Kurssturz ein Comeback, sogar als DAX-Konzern. Als Erfolg gilt bislang der Börsengang der Siemens Medizintechnik Healthineers. Allerdings liegen immer noch 85 Prozent der Anteile beim Mutterkonzern.

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