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Schwieriger Führungswechsel bei Siemens | BR24

© BR / Siemens AG

Der neue Siemens-Chef ist Physiker: Roland Busch übernimmt zum 01.01. die operative Führung des Konzerns

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    Schwieriger Führungswechsel bei Siemens

    Für den Siemens-Konzern beginnt am 1. Oktober ein neues Geschäftsjahr. Außerdem startet der neu gebildete Vorstand, und erstmals seit 30 Jahren rückt wieder ein Techniker an die Spitze: Der promovierte Physiker Roland Busch.

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    Von
    • Margit Siller

    Rechtliche und operative Verantwortung noch geteilt

    Es ist ein ganz besonderer Führungswechsel, den der Aufsichtsrat Anfang August verkündete: Der Vertrag von Joe Kaeser läuft noch bis zum Ende der Hauptversammlung im Februar kommenden Jahres; und deshalb bleibt der 63-Jährige im rechtlichen Sinn der Vorstandschef. Der gebürtige Franke Roland Busch übernimmt zwar die Verantwortung für das neue Geschäftsjahr; den Titel eines Vorstandsvorsitzenden darf er offiziell allerdings noch nicht führen.

    Doppelspitze lässt Raum für Spekulationen

    Diese Doppelspitze lässt nun viel Raum für Spekulationen über interne Grabenkämpfe; zumal beide Top-Manager unterschiedlicher nicht sein könnten. Joe Kaeser gab seit Sommer 2013 ganz den selbstbewussten Finanzer, der den Konzern immer wieder neu erfand und durch Abspaltungen geschrumpft hat. Dagegen gilt der 55-Jährige Busch, ein gebürtiger Franke, als unprätentiös, geradlinig und eher zurückhaltend – nicht aber bei Technik-Themen; dafür brennt er. Erst Strategiechef, dann Vorstand, zuletzt Kronprinz – nun hat es der promovierte Physiker an die Spitze geschafft.

    Neue Geschäftsverteilung in Kraft

    Gleichzeitig gilt ab heute eine neue Geschäftsverteilung. Siemens besteht künftig aus drei Kernsparten: Der Digitalen Fabrik, dem Infrastruktur-Geschäft und der Zugsparte. Joe Kaeser steht nun als Chefkontrolleur bei Siemens Energy vor neuen Herausforderungen; ganz so wie er das gewollt hatte.