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Scheuer will mehr Geld: Eine Milliarde Euro für E-Ladestationen | BR24

© dpa-Bildfunk

Ein Elektroauto lädt (Archiv)

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    Scheuer will mehr Geld: Eine Milliarde Euro für E-Ladestationen

    Verkehrsminister Scheuer will mehr Elektromobilität: Das Netz aus bislang 16.100 Ladepunkten soll ausgebaut werden. Um neue Stationen zu bezuschussen, fordert er eine Milliarde Euro aus dem Bundeshaushalt.

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    Mit einem milliardenschweren Förderprogramm will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Elektroautos in Deutschland beliebter machen. "Wir brauchen Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und am Supermarkt", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag".

    Nach Daten des Verkehrsministeriums laden die Besitzer von E-Autos ihre Wagen mehrheitlich zu Hause oder am Arbeitsplatz. Die noch spärliche Versorgung mit Ladestationen ist daher ein großes Hemmnis für die Ausbreitung von E-Mobilität: Gerade einmal 16.100 Ladepunkte gab es laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Ende 2018 im Bundesgebiet.

    Bis zu 30.000 Euro pro Schnellladestation

    Dort will Scheuer ansetzen: "Wir wollen für die Bürger Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden", sagte er. Der Staat solle sich demnach mit bis zu 3000 Euro pro Ladestation am Ausbau beteiligen, eine Schnellladestation solle mit 30.000 Euro bezuschusst werden.

    Die Ausbreitung von E-Mobilität könnte für Deutschland entscheidend für das Erreichen seiner Klimaziele werden - denn hierzulande ist der Verkehr noch überwiegend von Benzin- und Dieselfahrzeugen geprägt. Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes waren am 1. Januar 2019 unter den insgesamt 57,3 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen 83.174 Elektroautos und 431.400 Hybridautos. Seit 1990 sind die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen auf deutschen Straßen nicht gesunken.

    Umweltschützer kritisieren Scheuers Pläne

    Am Freitag hatten zahlreiche Nachrichtenmedien über Pläne des Verkehrsministeriums berichtet, denen zufolge Scheuer mögliche Einschränkungen zugunsten des Klimaschutzes vermeiden will, indem er auf Fahrzeuge mit CO2-ärmeren Treibstoffen setzt.

    Umweltverbände halten dies für schlecht vereinbar mit Zielen des Umwelt- und Naturschutzes: Pflanzen für Biokraftstoffe konkurrieren mit dem Anbau von Nahrungsmitteln und könnten zu mehr Monokulturen auf den Feldern führen. Gas oder flüssiger Kraftstoff, der aus Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, haben einen schlechten Wirkungsgrad, ihre Herstellung ist technisch noch nicht ausgereift: Nur etwa 13 Prozent des eingesetzten Stroms werden genutzt, um tatsächlich das Auto zu bewegen.