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Neue Aktien: Schaeffler beschließt Kapitalbeschaffung | BR24

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Der Auto- und Industrie-Zulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach hat auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Beschaffung von neuem genehmigten Kapital beschlossen.

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Neue Aktien: Schaeffler beschließt Kapitalbeschaffung

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach hat auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Beschaffung von neuem genehmigten Kapital beschlossen. Damit können Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro ausgegeben werden.

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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat die Voraussetzung für eine Kapitalerhöhung um mehr als eine Milliarde Euro geschaffen. Die Hauptversammlung beschloss am Dienstag, die Ausgabe von bis zu 200 Millionen Stück neuer Aktien zu ermöglichen.

Die Zustimmung der Aktionäre zur Beschaffung neuen Kapitals war Formsache, denn die Familie Schaeffler hält alle stimmberechtigten Stammaktien. Das Ziel war, mehr Flexibilität auch für Zukunftsinvestitionen zu gewinnen. Frisches Geld, um durch die Corona-Krise zu kommen, brauche Schaeffler nicht, hieß es.

Eine Milliarde Euro durch neue Aktien

Aber mit dem von der Hauptversammlung beschlossenen genehmigten Kapital könnte das Unternehmen aus Herzogenaurach bei Bedarf Aktien ausgeben und damit bis zu einer Milliarde Euro einsammeln. Ein Vorrats-Beschluss also. Der Vorstandsvorsitzende von Schaeffler Klaus Rosenfeld sagte:

"Und es geht hier um 200 Millionen Aktien. Das ist auch ein stattlicher Betrag. Und ich gehe jetzt mit einem sehr guten Gefühl von der Hauptversammlung weg und glaube, dass wir absolut das Richtige für die Schaeffler AG getan haben, aber auch für die vielen Aktionärinnen und Aktionäre, die heute dabei waren." Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender Schaeffler

Werkzeugkasten zur Gestaltung der Zukunft

Rosenfeld bezeichnete die möglichen Mittel als "Werkzeugkasten", um die Zukunft zu gestalten. In den nächsten Monaten rechnet er mit Chancen für Schaeffler, die Geld kosten würden. Möglicherweise Chancen auf Übernahmen, die Schaeffler auch in der Corona-Krise nutzen würde. Außerdem will das Unternehmen in Zukunftsfelder wie Elektromobilität und Wasserstoff investieren.

4.400 Stellen sollen abgebaut werden

Wie andere Autozulieferer auch hatte Rosenfeld den Sparkurs in den vergangenen Wochen weiter verschärft. 4.400 Arbeitsplätze von insgesamt 84.000 sollen abgebaut werden. Die meisten in Deutschland. Das wurde vergangene Woche bekanntgegeben. Gegen den geplanten Stellenabbau hat die IG Metall für Mittwoch, den 16. September einen Protesttag an den deutschen Schaeffler-Standorten angekündigt.

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