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Schaeffler vorsichtig optimistisch | BR24

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Der Gewinn beim Herzogenauracher Automobilzulieferer Schaeffler ist im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Die Prognose für das laufende Jahr fällt zurückhaltend aus.

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Schaeffler vorsichtig optimistisch

Der fränkische Auto- und Industriezulieferer Schaeffler ist zwar im Krisenmodus wegen des Strukturwandels und des Coronavirus - es gab Betriebsunterbrechungen in China. Aber der Konzern macht bei der Vorstellung der Bilanz auch Hoffnung.

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Schaeffler rechnet für dieses Jahr mit einem bestenfalls stabilen Umsatz und einem weiteren Ergebnisrückgang. Die Prognose sei bewusst vorsichtig, aufgrund der aktuellen unsichereren Lage, erklärte Vorstandschef Klaus Rosenfeld bei der Bilanzpräsentation in München. So könne derzeit keiner sagen, wie sich die Corona-Krise weiterentwickele. Er machte aber auch deutlich, dass das Unternehmen in China die Lage im Griff hat, nach Reisebeschränkungen und vorübergehenden Werksschließungen.

China: Langsam zurück zur Normalität

Vorstandschef Rosenfeld sagt, in China seien 80 Prozent der Kapazitätsauslastung wieder erreicht. Zudem arbeite ein Großteil der Beschäftigten wieder. Die Lieferketten waren seinen Worten nach nicht beeinflusst.

"In China ist es gelungen die Situation sehr verantwortungsvoll zu managen. In Europa sind wir noch am Anfang der Krise." Klaus Rosenfeld, Vorstandschef Schaeffler

Rosenfeld geht davon aus, dass man in Europa im Umgang mit der Epidemie von China lernen kann. Deshalb ist er auch hier zuversichtlich, die Krise in den Griff zu bekommen und er geht zudem davon aus, dass sich in China der Automarkt von den Einbrüchen wieder erholt.

Gewinn 2019 um mehr als die Hälfte gesunken

Schaeffler hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz mit 14,4 Milliarden Euro etwas steigern können, allerdings ist der Überschuss deutlich gesunken, um mehr als die Hälfte auf 428 Millionen Euro. Das Unternehmen befindet sich derzeit im Umbau. Um Kosten zu sparen, wurde im vergangenen Jahr die Zahl der Mitarbeiter deutlich gesenkt um fast 5.000, auf unter 88.000. Über ein weiteres Stellenabbauprogramm sollen zusätzlich 1.300 Stellen hierzulande gestrichen werden. Wenn man mehr machen müsse, mache man mehr, so Rosenfeld. Er betonte jedoch auch, dass bisher keine betriebsbedingten Kündigungen geplant sind.

© BR 2020 / Gabriel Wirth

Schaeffler vorsichtig optimistisch