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Schaeffler veröffentlicht überraschend vorläufige Quartalszahlen | BR24

© dpa / Picture alliance

Schaeffler-Werk in Schweinfurt

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    Schaeffler veröffentlicht überraschend vorläufige Quartalszahlen

    Der fränkische Auto- und Industrie-Zulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach hat überraschend vorläufige Zahlen für das dritte Quartal 2020 bekannt gegeben. Grund dafür ist, dass sich der Umsatz besser entwickelt hat als erwartet

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    Dass Schaeffler seine Zahlen für das dritte Quartal praktisch unangekündigt präsentiert hat, dürfte einen einfachen Grund haben: Die vorläufigen Zahlen sind positiver, als man gedacht hätte. Besonders auf dem chinesischen Markt läuft es wieder. Außerdem würden die seit Jahresbeginn eingeleiteten Sparmaßnahmen Wirkung zeigen, heißt es in einer am Montagabend (26.10.20) veröffentlichten Mitteilung auf der Unternehmensseite.

    Erholung gegenüber erster Jahreshälfte

    Der Umsatz der Schaeffler Gruppe lag im dritten Quartal mit 3.396 Millionen EUR währungsbereinigt zwar noch 2,6 Prozent unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 3.613 Millionen EUR). Das bedeutet gegenüber dem ersten Halbjahr aber eine deutliche Erholung. Schon Anfang August hatte sich Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld vorsichtig optimistisch gezeigt: "Der Tiefpunkt ist erreicht, die Talsohle durchschritten", sagte er bei Vorlage der Halbjahreszahlen.

    Frisches Geld für Schaeffler

    Im September hatte Schaeffler auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Beschaffung von neuem genehmigten Kapital beschlossen. Das Ziel war, mehr Flexibilität auch für Zukunftsinvestitionen zu gewinnen. Frisches Geld, um durch die Corona-Krise zu kommen, brauche Schaeffler nicht, hieß es. Rosenfeld bezeichnete die möglichen Mittel im September als "Werkzeugkasten", um die Zukunft zu gestalten.

    Sparkurs und Zukunftsvisionen

    Im Gespräch waren zuletzt Chancen auf mögliche Übernahmen. Außerdem will das Unternehmen in Zukunftsfelder wie Elektromobilität und Wasserstoff investieren. Wie andere Autozulieferer auch hatte Rosenfeld den Sparkurs weiter verschärft. 4.400 Arbeitsplätze von insgesamt 84.000 sollen abgebaut werden. Die meisten in Deutschland. Der detaillierte Quartalsbericht für die ersten neun Monate 2020 wird wie geplant am 10. November veröffentlicht.