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Schaeffler und ZF in Schweinfurt geben am Brückentag frei | BR24

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Die Automobilzulieferer Schaeffler und ZF am Standort Schweinfurt haben mit einem Teil ihrer Mitarbeiter vereinbart, dass sie am Freitag und Samstag zuhause bleiben. Der Grund sind Umsatzrückgänge. Die Autoindustrie schwächelt.

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Schaeffler und ZF in Schweinfurt geben am Brückentag frei

Die Automobilzulieferer Schaeffler und ZF am Standort Schweinfurt haben mit einem Teil ihrer Mitarbeiter vereinbart, dass sie am Freitag und Samstag zuhause bleiben. Der Grund sind Umsatzrückgänge. Die Autoindustrie schwächelt.

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Am Brückentag nach Mariä Himmelfahrt und auch am Samstag haben Schaeffler und ZF einem Teil ihrer Mitarbeiter frei gegeben. Die Automobilzulieferer kämpfen mit der zuletzt schwächelnden Konjunktur und sinkenden Absatzzahlen.

Schaeffler lässt 2.000 Mitarbeiter zu Hause

Schaeffler musste konzernweit im ersten halben Jahr einen Gewinnrückgang von rund 30 Prozent verkraften. Deshalb lässt das Unternehmen am Freitag und Samstag rund 2.000 der insgesamt etwa 6.300 Mitarbeiter am Standort zu Hause. Erste Schließungstage gab es schon. Im Oktober und November werden noch drei weitere Folgen. Grund sind Absatzrückgänge im Automobilsektor.

Kündigungen derzeit ausgeschlossen

Betriebsbedingte Kündigungen sind im Augenblick jedoch kein Thema. Sie sind zwischen Betriebsrat und Konzernleitung sogar ausgeschlossen worden. Mit den Schließungstagen werden Arbeitszeitkonten abgebaut, sagt Norbert Lenhard, Betriebsratsvorsitzender im Schaeffler-Konzern. Er ist zuständig für alle rund 90.000 Mitarbeiter weltweit. In Schweinfurt profitiert Schaeffler von der im Augenblick weiterhin gut laufenden Industriesparte. Die füllt dort rund 80 Prozent der Gesamtproduktion aus.

Auch ZF mit Schwierigkeiten

Auch Automobilzulieferer ZF hat mit der momentanen konjunkturellen Lage zu kämpfen. Das Unternehmen hat sich entschlossen, an den Brückentagen nach Mariä Himmelfahrt und dem 3. Oktober teilweise die Produktion zu unterbrechen. Dabei sollen die Mitarbeiter in der Produktion und Verwaltung ihre Arbeitszeitkonten abbauen, sagt Hans-Jürgen Schneider, ZF-Standortleiter in Schweinfurt.

Elektromobilität wächst bei ZF

Schwächelnde Produktionsbereiche kann ZF in Schweinfurt zum Teil allerdings durch den wachsenden Elektromobiltätssektor wettmachen. Dieser boomt aktuell. Das Unternehmen sucht für den Bau von Elektro- und Hybridmotoren allein in Schweinfurt über 100 Fachleute. Momentan arbeiten bei ZF in Schweinfurt rund 1.000 der insgesamt 9.400 Mitarbeiter in der Sparte. In diesem Bereich konnten auch Leute aus schwächelnden oder verlagerten Produktionsbereichen wie dem Stoßdämpfersektor neue Arbeitsplätze finden.

ZF fertigt in Schweinfurt im Augenblick pro Jahr rund 120.000 Hybridmotoren. Ab 2022 wird die Produktion für einen zweistelligen Milliarden-Auftrag von BMW und Fiat-Crysler für Elektromotoren hochgefahren. Rund 30 Millionen Euro hatte ZF in Schweinfurt zuletzt in den Bereich Elektromobilität investiert.