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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler in Herzogenaurach will bis 2022 Personal abbauen und Standorte schließen.

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    Schaeffler in Herzogenaurach: Umbau schreitet voran

    Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler mit Sitz in Herzogenaurach hat die Verhandlungen mit der Belegschaft zum Abbau von Personal und zur Schließung von Standorten weitgehend abgeschlossen. Das hat das Unternehmen bekannt gegeben.

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    Von
    • Anja Bühling

    Wie Schaeffler auf seiner virtuellen Hauptversammlung in Herzogenaurach am Freitag mitteilte, sind die Verhandlungen mit der Belegschaft zum Abbau von Personal und zur Schließung von Standorten weitgehend abgeschlossen. An neun von zwölf betroffenen Standorten seien Interessensausgleiche abgeschlossen worden. "Damit ist Schaeffler in der Lage, den überwiegenden Teil der Maßnahmen umzusetzen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

    Für die Standorte Wuppertal, Clausthal-Zellerfeld und Luckenwalde liefen die Verhandlungen noch. Dort sind die Verlagerung der Produktion, der Verkauf der Anlagen und auch die Schließung im Gespräch. Es werde noch mehr Zeit gebraucht, um Lösungen zu finden. Schaeffler will aber bis Ende 2022 die Maßnahmen weitgehend umgesetzt haben, das hatte das Unternehmen schon angekündigt.

    Stellenabbau und Unternehmens-Umbau

    Bis Ende 2022 will Schaeffler insgesamt 4.400 seiner weltweit mehr als 83.000 Arbeitsplätze vor allem in Deutschland abbauen. Hintergrund ist die Transformation vor allem in der Automobilindustrie. Vorstandschef Klaus Rosenfeld will das Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit umbauen. Windkraft, Wasserstofftechnik und E-Antriebe erhalten einen größeren Stellenwert.

    Dividende von 25 Cent

    "Das vergangene Jahr war von großen Unsicherheiten geprägt, die bis heute anhalten. Unsere Aufstellung als weltweit agierender Automobil- und Industriezulieferer hat sich in den schwierigen Zeiten bewährt und uns geholfen, die Krise zu bewältigen", so der Vorstandschef. Die Aktionäre stimmten einer Dividende von je 25 Cent je Vorzugsaktie zu, im Vorjahr waren es 45 Cent gewesen. Laut Rosenfeld setzt das Unternehmen damit seine Dividendenpolitik konsequent um. "Das ist auch ein positives Signal an unsere Aktionäre", so der Vorstandsvorsitzende.

    China sorgt für Erholung

    Der Umsatz der Schaeffler Gruppe lag im ersten Quartal nach eigenen Angaben mit 3.560 Millionen Euro währungsbereinigt 11,2 Prozent über dem Vorjahr (angepasst: 3.281 Millionen Euro) und habe damit eine deutliche Erholung verzeichnet, so das Unternehmen. Ein wesentlicher Grund dafür sei vor allem der bessere Umsatz in China.

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