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Schaeffler: Bundesweiter Protest gegen Stellenabbau | BR24

© Betriebsrat Schaeffler

Mitarbeiter protestieren vor dem Schaeffler-Standort in Schweinfurt

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    Schaeffler: Bundesweiter Protest gegen Stellenabbau

    Tausende von Beschäftigten des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler haben am Freitag gegen den Abbau von Arbeitsplätzen protestiert. Zu dem Aktionstag an allen 26 Schaeffler-Standorten riefen IG Metall und die Betriebsräte auf.

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    In Bayern fanden an sieben Schaeffler-Standorten Proteste statt, unter anderem in Herzogenaurach, Eltmann und Schweinfurt. Allein in Schweinfurt gingen nach Angaben des Betriebsrats 1.500 Beschäftigte für eine halbe Stunde auf die Straße, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Sie befürchten, dass der Arbeitsplatzabbau noch weit über die 3.500 Stellen in Europa hinausgeht, die Schaeffler in den letzten drei Jahren angekündigt hat.

    Forderung: Sicherheit und bessere Kommunikation

    "Die Belegschaften wollen wissen, was auf sie zukommt", sagte Norbert Lenhard, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats. Es werde nicht offen über alle geplanten Maßnahmen geredet. Hintergrund der Unsicherheit ist, dass Schaeffler Schwierigkeiten hat, auf die Veränderungen durch Digitalisierung und Elektro-Mobilität schnell genug zu reagieren. Es gebe zwar ein Konzept, so Lenhard. Bisher seien aber Aufträge und Erlöse in diesem Bereich zu gering.

    "Wir fordern das Unternehmen auf, die Verunsicherung der Beschäftigten zu beenden und allen eine klare Perspektive zu bieten. Es ist richtig, dass Schaeffler den Wandel in Richtung Elektrifizierung mit neuen Produkten aktiv gestalten will. Dabei ist das Unternehmen aber in der Pflicht, den Beschäftigten Sicherheit zu geben." Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern

    Protest gegen Schließung von vier Standorten

    Die Arbeitnehmervertreter fordern, die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Osteuropa zu stoppen und stattdessen erst einmal die bestehenden Kapazitäten hierzulande auszulasten. Vor allem müssten Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen zur E-Mobilität in Deutschland und Westeuropa bleiben. Außerdem wandten die Beschäftigten sich heute erneut gegen die Schließung der Schaeffler-Standorte in Hamm, Steinhagen, Unna und Kaltennordheim.