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Piloten in Ryanair streiken für einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen.
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Birgit Harprath
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Piloten in Ryanair streiken für einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen.

Wer für neun Euro Flüge nach Dublin anbietet, der muss gut kalkulieren. Die Zeche zahlen am Ende wir, kritisieren die Piloten der Ryanair. Schaut man auf die Gehaltstabelle der verschiedenen Airlines, dann zeigen sich durchaus die Unterschiede.

Kein Gehaltszuschlag bei Mehrarbeit

So startet ein Kapitän der Lufthansa laut Gewerkschaft mit rund 136.000 Euro in seine Berufslaufbahn. Bei der Billigtochter Eurowings sind es etwas mehr als 100.000. Da können auch Easyjet und Ryanair durchaus mithalten. Allerdings gibt es für die Ryanair-Piloten keine Begrenzung bei den Dienstzeiten und sie erhalten auch keinen Zuschlag, wenn sie länger arbeiten.

Ryanair-Piloten müssen Uniform selbst zahlen

Das lässt ihr im Vergleich nicht niedrigeres Grundgehalt in einem anderen Licht erscheinen. Zudem bekommen die Piloten des irischen Billigfliegers laut Gewerkschaft Cockpit keine Spesen, müssen die Uniform selber zahlen und zum Teil auch die Anreise zu einem anderen als ihrem Heimatstandort. Aber es ist weniger das Einkommen, das die Cockpit-Besatzung jetzt zum Streiken bringt. Sie fordern einen Tarifvertrag.

Betriebsrat kann nur per Tarifvertrag eingeführt werden

Den gibt es bei Ryanair nicht und damit auch keine vereinbarten Regeln, wer, wann und wie oft eingesetzt werden kann. Zudem haben sie keinen Betriebsrat. Denn das Gesetz nimmt den Luftverkehr davon aus. Eine Interessenvertretung kann nur per Tarifvertrag eingeführt werden. Andere Airlines haben das getan.

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Birgit Harprath

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 10.08.2018 - 16:38 Uhr