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Roboterbauer Kuka: Erst Handelsstreit und jetzt Corona | BR24

© dpa/pa/Christian Charisius

Zwei Kuka-Roboter beim Bohren und setzen von Nieten im neuen Airbuswerk in Hamburg.

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    Roboterbauer Kuka: Erst Handelsstreit und jetzt Corona

    Die Augsburger Firma Kuka wagt angesichts der Corona-Krise keinen Ausblick auf das Geschäft im laufenden Jahr. Die Auswirkungen der Pandemie könnten zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, auch wenn sich die Situation in China normalisiere.

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    Der Roboterhersteller Kuka hat zwar im vergangenen Jahr weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr (etwa 3,2 Milliarden Euro), allerdings ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern deutlich gestiegen, um mehr als 39 Prozent auf rund 48 Millionen Euro. Mit seiner Prognose für dieses Jahr ist der Vorstand aber vorsichtig.

    Im letzten Jahr hatten die internationalen Handelsstreitigkeiten auf die Geschäfte von Kuka gedrückt, in diesem Jahr belastet die Coronakrise den Augburger High-Tech Konzern.

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    Kuka ohne genaue Prognose

    Aufgrund der derzeitigen Lage wagte der Vorstandsvorsitzende Peter Mohnen auch keinen konkreten Ausblick für dieses Jahr. Zumindest in China scheint sich die Lage wieder zu normalisieren, für Kuka ein sehr wichtiger Markt: "Der Markt für Industrieroboter ging erstmals seit Jahren in China zurück. Dennoch gilt, dass China nach wie vor der größte Industrierobotermarkt der Welt ist und wir dort weiteres Wachstumspotenzial sehen."

    Kuka produziert trotz Corona weiter

    Während andere Unternehmen die Produktion heruntergefahren haben, werden in Augsburg weiter Roboter produziert. Kuka könne derzeit noch nicht sagen, ob man Staatshilfe beantrage, so Mohnen. Man prüfe alle Optionen, dazu gehöre auch Kurzarbeit. Beantragt wurde sie demnach aber noch nicht.

    Im vergangenen Jahr wurden in Augsburg 350 Stellen abgebaut, sozialverträglich, wie der Vorstand betont. In der Stadt arbeiten derzeit noch 3.500 der insgesamt etwas über 14.000 Beschäftigten weltweit.

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