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Maschine der insolventen Air Berlin

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Ringen um Air-Berlin-Transfergesellschaft

Heute beraten Vertreter der insolventen Air Berlin, des Bundes und einiger Länder über eine Transfergesellschaft für die Fluglinie. Diese könnte die von einer Kündigung betroffenen Mitarbeiter vorübergehend auffangen. Von Birgit Harprath

Über dieses Thema berichtet: LÖSCHEN Wirtschaft und Börse.

Der Freistaat sitzt mit am Tisch – bestätigt das zuständige Sozialministerium in München auf Nachfrage. Was aber nicht bedeutet, dass Bayern auch Gelder lockermacht für eine Transfergesellschaft. Das werde Gegenstand der Gespräche sein. Und aus Sicht Bayerns sollten erst alle Bieterverfahren für Teile der Air Berlin abgeschlossen werden.

Rund 250 Beschäftigte am Münchner Airport

Am Münchner Flughafen ist die Air Berlin Technik mit rund 250 Beschäftigten stationiert. Außerdem einige Mitarbeiter aus Cockpit und Kabine. Dabei drängt die Zeit. Ende der Woche stellt Air Berlin den Flugbetrieb ein. Und zum 31.Oktober läuft das Kurzarbeitergeld aus, dass die Bundesagentur für Arbeit im Insolvenzfall für drei Monate übernimmt. Air Berlin müsste die Mitarbeiter dann wieder aus der Firmenkasse bezahlen. Doch die ist bekanntlich leer. Also wird es wohl viele Kündigungen geben.

Gewerkschaften skeptisch

Eine Transfergesellschaft könnte die Betroffenen dann erst einmal auffangen. Die Bundesagentur zahlt dann weiter Kurzarbeitergeld – oft wird das aufgestockt. Auch hierfür braucht Air Berlin aber Finanzhilfen. Allerdings muss keiner in die Transfergesellschaft wechseln. Denn das bedeutet, dass die Mitarbeiter auf eine Klage gegen ihre Kündigung verzichten. Gewerkschaften bezweifeln nämlich, dass da bei Air Berlin mit dem Verkauf nur von Flugzeugen und Slots alles richtig gelaufen ist.