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Rente: nächstes Jahr wohl Nullrunde, 2022 deutliches Plus

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Rente: Nächstes Jahr wohl Nullrunde, 2022 deutliches Plus

Fürs kommende Jahr wird es bei den Renten in Westdeutschland mit großer Sicherheit eine Nullrunde geben, weil die Coronakrise auch die Rentenkassen belastet. Im Jahr 2022 könnten aber wieder knapp fünf Prozent oben drauf kommen.

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Von
  • Nikolaus Nützel

Die Senioren werden im nächsten Jahr wohl nicht mehr Rente bekommen. Andererseits können sie aber wenigstens davon ausgehen, dass es auch nicht weniger wird. Denn: Die Coronakrise drückt dieses Jahr die Einkommen, von denen Beschäftigte und Arbeitgeber Beiträge an die Rentenkassen abführen, nach unten.

Weil die Renten immer mit einem Jahr Verzögerung den Löhnen folgen, müssten die Altersbezüge deshalb rein rechnerisch nächstes Jahr sinken. Und zwar um 4,1 Prozent, wie Fachleute der Deutschen Rentenversicherung Bund bei der Vorstellung der aktuellen Finanzdaten der Rentenkassen vorrechneten.

Rentengarantie greift - Beträge werden nicht abgesenkt

Im Jahr 2009 hat die Bundesregierung allerdings eine sogenannte Rentengarantie eingeführt. Sie sorgt dafür, dass die Zahlbeträge nächstes Jahr nicht abgesenkt werden, vielmehr gibt es im Westen eine Nullrunde.

Um die Angleichung der Renten zwischen Ost und West weiter voranzubringen, werden in Ostdeutschland 0,72 Prozent oben drauf geschlagen. Die endgültige Entscheidung darüber trifft die Bundesregierung im kommenden März.

Erwartete Erholung lässt Renten dann wieder steigen

Für das Jahr 2022 erwarten die Rentenkassen aber wieder einen spürbaren Anstieg der Renten. In Westdeutschland könnten sie um 4,8 Prozent angehoben werden, im Osten um 5,6 Prozent. Denn nächstes Jahr dürften die Einkommen in der Summe wieder deutlich zunehmen, was im Folgejahr auch die Renten steigen lässt. Allerdings gebe es bei dieser Vorhersage beträchtliche Unsicherheiten, betonen die Rentenversicherer.

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