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Für die rund 3.000 Beschäftigten des Versandhändlers Baur steigt die monatliche Grundvergütung rückwirkend zum 1. Juli um zwei Prozent.

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    Rekordumsätze: Baur zahlt Mitarbeitern mehr Geld

    Der Versandhändler Baur hat von der Corona-Pandemie profitiert. Jetzt zahlt das Unternehmen seinen Mitarbeitern zwei Prozent mehr Lohn plus eine Einmalzahlung. In Oberfranken sind rund 3.000 Beschäftigte betroffen.

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    Von
    • Simon Trapp
    • BR24 Redaktion

    Für die rund 3.000 Beschäftigten des Versandhändlers Baur steigt die monatliche Grundvergütung rückwirkend zum 1. Juli um zwei Prozent. Zusätzlich erhalten sie eine Einmalzahlung von 300 Euro brutto. Das teilt die Baur-Gruppe in Burgkunstadt mit.

    Streit zwischen Verdi und Handelsverband

    Seit Monaten streiten die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Deutschland (HDE) ums Geld. 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr fordert Verdi für die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 5,4 Prozent boten bislang die Arbeitgeber. Allerdings soll es diese 5,4 Prozent in Schritten verteilt auf 36 Monate geben. Rund 400 Streiks hat es deshalb in Bayern bereits gegeben. Zuletzt wurden in Franken Filialen von H&M, Media Markt und Marktkauf bestreikt.

    Versandhändler Baur sagt freiwillig mehr Lohn zu

    Die vom Versandhändler Baur nun zugesagte Entgelterhöhung hatte der Handelsverband den Unternehmen empfohlen, die gut durch die Corona-Pandemie gekommen seien. Zuvor hatte Baur einen Rekordumsatz im Corona-Jahr 2020 vermeldet. So konnte der Außenumsatz um 17 Prozent auf 993 Millionen Euro gesteigert werden. Das sind 145 Millionen Euro mehr als im Geschäftsjahr zuvor. Die Firmengruppe profitierte dabei von geschlossenen Läden und dem gestiegenen Online-Shopping. Aber auch in den Jahren zuvor eilte der Versandhändler von Rekordumsatz zu Rekordumsatz.

    Baur: "Zeichen der Wertschätzung"

    Die freiwillige tarifliche Vorab-Entgelterhöhung sei ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten, denen das Unternehmen in den vergangenen Monaten viel abverlangt hätte, teilte die Otto-Group mit. Die Kollegen und Kolleginnen, die Außergewöhnliches geleistet hätten, könne man nicht noch länger warten lassen, bis sich die Tarifparteien geeinigt hätten.

    Die Baur-Gruppe, die in Oberfranken neben dem Firmenstammsitz in Burgkunstadt Standorte auch in Weismain und Altenkunstadt im Landkreis Lichtenfels sowie in Sonnefeld im Landkreis Coburg hat, gehört seit 1997 zum Handelskonzern Otto-Group in Hamburg.

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