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Reiseriese TUI mit Gewinnrückgang | BR24

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TUI-Strategie zahlt sich in der Krise aus

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Reiseriese TUI mit Gewinnrückgang

Die Geschäfte mit den Urlaubsträumen laufen derzeit nicht wie erhofft; das belegen die aktuellen Quartalszahlen. Im Gesamtjahr wird der Konzern vermutlich bis zu einem Viertel weniger verdienen als 2018.

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Nichts als Ärger macht dem Reisekonzern TUI derzeit das Flugverbot für die Boeing 737 MAX. Die neu bestellten Maschinen können nicht ausgeliefert werden, und der Konzern muss für viel Geld Ersatzflugzeuge besorgen. Allein das dürfte die Jahresbilanz mit 300 Millionen Euro belasten.

Trotz Schwierigkeiten: Neue Geschäftsfelder im Aufwind

Im Spaniengeschäft tobt ein Preiskampf, und der Brexit sorgt für Unsicherheit. Obendrein verzichten wegen des heißen Sommers bei uns viele Urlauber auf eine Auslandsreise. Dass das klassische Reiseveranstalter-Geschäft nur noch gut ein Drittel zum Ergebnis beiträgt, bestätigt die eingeschlagene Strategie, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln: Denn mit den eigenen Hotels und mit Ausflügen am Urlaubsort ist mehr zu verdienen. Ausgezahlt hat sich auch die Kooperation mit Royal Caribbean im Kreuzfahrtgeschäft.

Umstrittenes Kreuzfahrtgeschäft boomt

Zur TUI-Flotte gehören inzwischen 17 Dampfer unter den Marken Mein Schiff, Hapag-Lloyd und der britischen Marella Cruises. TUI verdient an einem Passagier 190 Euro pro Tag; bei den Luxus-Kreuzfahrten mit Hapag-Lloyd sind es sogar 584 Euro pro Tag und Gast. Wer seine Kabine erst einmal bezogen hat, der zahlt noch Einiges extra für Drinks, Souvenirs, Wellness und WLAN. Dennoch buchen immer mehr Bundesbürger eine Seereise - und bevorzugen an Bord die Sprache Deutsch.