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Regierung will E-Auto-Verkauf durch Steuerpaket fördern | BR24

© dpa/pa

Eine Ladesäule für E-Fahrzeuge

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    Regierung will E-Auto-Verkauf durch Steuerpaket fördern

    Ein milliardenschweres Steuerpaket soll die Elektromobilität attraktiver machen. Dazu hat die Regierung einen Gesetzentwurf beschlossen, der durch steuerliche Maßnahmen den Verkauf von E-Autos forcieren soll.

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    Die stärkere Förderung von E-Mobilität ist ein Baustein auf dem Weg zu mehr Klimaschutz. Doch die Neuzulassungen halten sich noch immer in Grenzen. Um E-Autos attraktiver zu machen, verabschiedete die Bundesregierung heute ein milliardenschweres Steuerpaket. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem Sonderabschreibungen für Elektro-Lieferfahrzeuge vor. Zudem gibt es Vorschläge, das Steuerprivileg für Elektroautos als Dienstwagen zu verlängern.

    Steuererleichterungen für E-Auto-Käufer

    Seit Anfang des Jahres gilt bereits, dass E-Firmenwagen, die auch privat genutzt werden, nicht monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern müssen, sondern nur 0,5 Prozent. Diese Regelung läuft Ende 2021 aus. Beschlossen wurde heute, diesen steuerlichen Vorteil bis 2030 zu verlängern. Ferner sind Sonderabschreibungen von 50 Prozent auf die Kaufkosten für Elektro-Lieferfahrzeuge möglich. Dies soll ebenfalls bis 2030 gelten.

    "Das ist echte Industriepolitik zugunsten unseres Klimas." Olaf Scholz, Bundesfinanzminister

    Das Finanzministerium signalisierte Regierungskreisen zufolge in der Kabinettsvorlage zudem, dass man für eine weitere Senkung auf 0,25 Prozent des Listenpreises eines solchen Dienstautos im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens im Parlament offen sei. Bis 2030 besser gestellt werden sollen auch Fahrer von E-Autos, die ihre Wagen beim Arbeitgeber aufladen können. Der Wert des Stroms soll für sie steuerfrei bleiben.

    Regelung für Dienstwagen zeigt erste Erfolge

    Die steuerliche Förderung zeigt bereits erste Wirkung, wenn auch auf einem überschaubaren Niveau: Die Neuzulassungen von Dienstwagen mit Elektroantrieb stiegen nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) im ersten Halbjahr um 58 Prozent auf rund 16.900 Pkw. Beliebt als Dienstwagen sind trotz des Abgas-Skandals weiterhin vor allem Dieselfahrzeuge.

    Elektromobilität in Deutschland

    Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie, VDA, wurden rund 247.000 E-Autos im ersten Halbjahr 2019 neu zugelassen, 54 Prozent davon sind reine Elektrofahrzeuge. Zurzeit stehen Kunden in Deutschland 26 Modelle alleine von deutschen Automobilherstellern zur Verfügung, mit ausländischen Herstellern mehr als 60 Modelle.

    Verbesserungen auch für E-Lieferfahrzeuge

    Außerdem geplant ist eine von 2020 bis 2030 laufende Sonderabschreibung für die Anschaffung neuer, rein elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge. Diese soll einmalig 50 Prozent der Anschaffungskosten betragen und nur für gewerblich genutzte, kleine bis mittelgroße Nutz- oder Lieferfahrzeuge gelten.