Eine Luft-Aufnahme der Baustelle eines Neubaugebietes.
Bildrechte: BR/Fabian Stoffers

Warum die Grunderwerbssteuer so hoch ist

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Reform der Grunderwerbsteuer: Bundesländer sind gespalten

Die Bundesregierung beschäftigt sich mit einer Abschaffung der Grunderwerbsteuer. Zuständig sind allerdings die Bundesländer - und die brauchen die Einnahmen. Bayern wäre offen für eine Änderung, andere Bundesländer dagegen nicht.

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Wenn eine Immobilie den Eigentümer wechselt, wird Grunderwerbsteuer an das Bundesland fällig. In Bayern liegt der Steuersatz bei 3,5 Prozent, in anderen Bundesländern bis zu 6,5 Prozent. Bundesfinanzminister Christian Lindner regte nun einen Steuerverzicht für selbst genutzte Immobilien an, um Familien angesichts hoher Zinsen und Baukosten den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern.

Bayern offen Abschaffung der Grunderwerbsteuer

Die bayerische Staatsregierung wäre offen für diesen Vorschlag oder zumindest für eine Steuersenkung. Das Nachbarland Baden-Württemberg lehnt dagegen jeden Verzicht bei der Grunderwerbsteuer ab. Andere Länder sind gespalten, haben sie doch mit fünf bis 6,5 Prozent wesentlich höhere Steuersätze als Bayern für Immobilienkäufer.

Länder angewiesen auf Einnahmen aus Grunderwerbsteuer

17 Milliarden Euro nahmen die Bundesländer im Immobilienboom zuletzt pro Jahr damit ein, doch die Einnahmen schwinden. Seit die Zinsen stark gestiegen sind und weniger Neubauten fertig gestellt werden, ist die Zahl der Immobilienverkäufe deutlich zurückgegangen. Es ist daher fraglich, ob die Länder nun auch noch die Steuersätze senken wollen. Es steht ihnen ohnehin frei, das zu tun. Nur einer generellen Steuerbefreiung für Erstkäufer müssten Bund und Länder gemeinsam zustimmen.

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