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Real-Verkauf: Wie geht es für bayerische Beschäftigte weiter? | BR24

© BR/Birgit Harprath

Die Supermarkt-Kette Real wird verkauft und wohl zerschlagen - soviel wissen die Mitarbeiter seit dieser Woche. Betroffen sind davon 3.600 Real-Beschäftigte in Bayern in insgesamt 36 Filialen. Auch sie stehen vor einer ungewissen Zukunft.

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Real-Verkauf: Wie geht es für bayerische Beschäftigte weiter?

Die Supermarkt-Kette Real wird verkauft und wohl zerschlagen - soviel wissen die Mitarbeiter seit dieser Woche. Betroffen sind davon 3.600 Real-Beschäftigte in Bayern in insgesamt 36 Filialen. Auch sie stehen vor einer ungewissen Zukunft.

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Real wird nur als Ganzes und in gute Hände abgegeben: Dieses Versprechen von einst kann Metro-Chef Olaf Koch nicht einhalten. Die Lebensmittelkette wechselt den Eigentümer und der Käufer will - nach allem, was bisher bekannt ist - 30 der bundesweit 276 Märkte schließen. 50 Märkte sollen weiterbetrieben, der Rest an andere verkauft werden.

Interesse haben unter anderem Kaufland, Edeka und Rewe. Was das für die rund 3.600 Real-Beschäftigten in Bayern bedeutet, ist noch offen. Und auch was aus den noch 36 bayerischen Filialen wird. Sollte eine dem Rotstift des Käufers zum Opfer fallen, dann müssen die Mitarbeiter sich wohl nach einem neuen Arbeitgeber umschauen.

Verdi skeptisch bei Abfindung für Real-Mitarbeiter

Besser dürften die Chance für die stehen, deren Filiale weiterbetrieben wird – aber eben erst einmal nur für zwei Jahre. Und auch wer sozusagen an einen anderen Händler mitverkauft wird, der könnte seinen Job vielleicht behalten. Allerdings bietet Real bisher sozusagen vieles unter einem Dach an – außer Lebensmittel auch Kleidung, Fahrräder, Elektronik oder Sportartikel. Nicht auszuschließen, dass da trotzdem der eine oder andere gehen muss.

Metro-Chef Koch versichert zwar, die Käufer seien zur Übernahme verpflichtet. Und mit dem Gesamtbetriebsrat seien Mindestabfindungen für die vereinbart, denen gekündigt wird. Die Gewerkschaft Verdi ist da aber äußerst skeptisch. Die Erwerber müssten jetzt die Verantwortung für bundesweit 34.000 Beschäftigten übernehmen und mit Verdi tragfähige Lösungen für eine sichere Zukunft des Personals gestalten – per Tarifvertrag.