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real-GmbH nimmt Stellung zu Schließungen in Mittelfranken

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    real-GmbH nimmt Stellung zu Schließungen in Mittelfranken

    Ende September schließen die Türen der Real-Märkte in Ansbach und Neustadt a.d. Aisch. Das hat für großes Unverständnis in der Region gesorgt. Jetzt hat die real GmbH Stellung zu den Schließungen genommen.

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    Von
    • Laura Grun

    Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilt, habe trotz aller Bemühungen und Gespräche für die Märkte in Ansbach und Neustadt a. d. Aisch kein Unternehmen gefunden werden können, welches sie übernehmen wolle. Daher müssten die Märkte zum 30. September 2021 schließen. "Diese schwere Entscheidung wurde nicht ohne die eingehende Prüfung aller Möglichkeiten getroffen. Durch die schwierige wirtschaftliche Lage aufgrund sehr hoher Verluste in den vergangenen Jahren wäre eine Fortsetzung der Betreibung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten jedoch nicht verantwortlich", begründet Vorstandschef Bojan Luncer den Schritt.

    Rund 150 Mitarbeiter betroffen

    Betroffen seien von den Schließungen am Ansbacher Standort 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Neustadt an der Aisch sind es 63. Für alle gelte ein Sozialplan, der mit dem Betriebsrat vereinbart wurde, so der Sprecher weiter.

    Millionen-Investition in Markthallen-Konzept

    Der Brücken-Center-Betreiber, DV Immobilien Gruppe, zeigt sich verwundert über die angekündigte Schließung des Real-Markts zum 30. September. Real habe sich damals für ein langfristiges Engagement im Brücken-Center Ansbach entschieden und mit einer Millioneninvestition das neue Markthallen-Konzept im Brücken-Center umgesetzt, heißt es in einer Mitteilung.

    Übernahme durch russischen Investor

    Nach der Übernahme der angeschlagenen Kette real GmbH durch die SCP Group im Sommer 2020 sei jedoch bereits versucht worden, viele Standorte an andere Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel abzugeben, heißt es in einer Stellungnahme von real weiter. Die real GmbH führt 269 SB-Warenhäuser bundesweit. Nach eigenen Angaben erzielte das Unternehmen mit rund 33.000 Mitarbeitern einen Netto-Umsatz von circa 7,1 Milliarden Euro.

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